Neues Gesicht für den Volksgarten

Bezirksvertretung gibt Gas für lange geplante Umgestaltung

Attraktives Baudenkmal: das Volksgartenrestaurant soll einen adäquaten Rahmen bekommen.

Auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind – die geplante Umgestaltung des Mengeder Volksgartens soll vorangetrieben werden. Die Bezirksvertretung fasste jetzt einen entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss. Der KuBiPark am Schulzentrum Nette wird dagegen noch eine Hürde mehr überspringen müssen, bevor er Gestalt annehmen kann: Zunächst soll es eine Bürgerinformation geben, in der nicht nur die Schulen, sondern auch die Anwohner eigene Vorstellungen äußern können. Außerdem müssen vor einem Beschluss die Kosten ermittelt werden.

Die Container des seit langem hier aktiven Mengeder Ferienspaßes müssten einen neuen Platz finden.

Was Petra Locker vom Verwaltungsfachbereich Stadtgrün dem Gremium an Ideen für den Volksgarten präsentierte, fand den Beifall aller Fraktionen: In verschiedensten Bereichen des Hektar großen Parks sind Verbesserungen der Infrastruktur vorgesehen. Das gilt sowohl für die Festwiese als auch für den Kinderspielplatz, der eine Sanitäranlage erhalten soll. Auch das bei Großveranstaltungen entstehende Parkproblem soll entschärft werden. Weitere Parkflächen seien an der Waltroper Straße und an der Zufahrt zum Herrentheyer Bach möglich, wo ein Wirtschaftsweg der Emschergenossenschaft nutzbar sei. Darüber hinaus sollten vorhandene Parkflächen weiter ausgebaut werden.

Noch nicht alle Details geklärt – aber Gespräche laufen

Imposantes Gegenüber der Container: alter Baumbestand am Restaurantgebäude.

Neue Beleuchtung, die Sanierung der Wege und eine Bushaltestelle für den öffentlichen Nahverkehr gehören gleichfalls zu den Vorhaben, die bereits fest eingeplant sind. Details sind allerdings noch mit den im Volkspark aktiven Veranstaltern zu klären. Darauf wies Locker ausdrücklich hin. So gäbe es beispielsweise bisher keinen Konsens zwischen dem Mengeder Ferienspaß, der gern seine Container weiter im Eingangsbereich des Parks belassen hätte und der Verwaltung, die eine Umgestaltung genau dieses Bereiches beabsichtige. Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch erklärte dazu, das Gespräch zwischen Verwaltung und Ferienspaß sei noch „im Fluss“.

Sprecher aller Fraktionen betonten, dass es angesichts der langen Vorbereitungsphase nötig sei, endlich konkrete Schritte einzuleiten. Der Bezirksbürgermeister äußerte sich optimistisch, dass alle noch strittigen Aspekte sowie die Vorhaben der Emschergenossenschaft mit in die Planung eingearbeitet würden. Der Bündnisgrüne Axel Kunstmann, der als Vorsitzender der „Interessengemeinschaft Mengeder Heimatwald“ nicht mit abstimmte, schloss sich dieser Meinung an. „Wir sind seit mehreren Jahren mit diesem Projekt beschäftigt; es gab viele Treffen, Sitzungen, Pläne wurden vorgestellt. Es wäre gut, wenn es jetzt losginge.“

Ideen für den Kubipark auf Eis bis zur Bürgerinformation

Blick ins Weite auf die Festwiese.

Wie der Plan für den KuBiPark aussehen könnte, erläuterten die Leiterin der Albert-Schweitzer-Realschule, Christel Stegemann und Schülersprecher Marouan Chatei. Neue Möglichkeiten, die Pausen zu nutzen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, bieten zwei Bereiche mit Spielgeräten sowie mit Bänken im Baumschatten. Außerdem wünschen sich die Schüler die Herrichtung des davor liegenden, derzeit kaum genutzten Platzes zu einem Basketballfeld. Dabei wäre, so die Schulleiterin, zunächst die Sanierung der vollkommen maroden, unebenen Asphaltdecke Voraussetzung, weil die Fläche sonst nicht gefahrlos bespielbar sei. Das würde allerdings hohe Kosten verursachen. Die wurden jedoch von der Verwaltung noch nicht vorgelegt.

Die Emscher wird die Nachbarschaft des Volksgarten ebenfalls in anderer Gestalt durchfließen.

Unbeantwortet blieb auch noch die Frage, ob und wie lange der als Begegnungsraum umgestaltete Schulhof täglich geöffnet bleiben solle. Während die Bezirksvertreter betonten, der KuBipark müsse auch anderen Bürgern zur Verfügung stehen und solle nicht nach Schulende abgeschlossen werden, berichtete Stegemann, die dort tätigen Hausmeister seien nicht dazu verpflichtet, den Hof längere Zeit zugänglich zu halten. So jedenfalls sei sie informiert worden. Sie selbst befürworte Bewegungsmöglichkeiten für Menschen jeden Alters und sei daher für alles offen.

Schülersprecher Marouan Chatei hatte appelliert: „Bitte fassen Sie einen Entschluss zu Gunsten der Schüler.“ Er und die MitschülerInnen werden sich noch etwas gedulden müssen, bis es so weit ist. Zunächst, so Bezirksbürgermeister Tölch, gehe es in die Bürgerinformation. Die dabei gemachten Vorschläge sollten mit eingearbeitet werden können.

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