Revierdienst gegen Vandalismus auf Schulhöfen

Bezirksvertretung wiederholt ihren abgelehnten Antrag

Die renovierte Fassade der Jeannette-Wolf-Schule. Bald soll auch der Schulhof neu glänzen.

Schulhöfe werden überall zunehmend außerhalb der Unterrichtszeit zu Orten unerfreulicher Aktivitäten. Vandalismus und nächtliche Feiern mit viel Alkoholkonsum sind auch im Stadtbezirk Mengede zu beklagen. So wurde kürzlich ein auf dem Gelände der Jeannette-Wolf-Schule am Markt abgestellter Bauwagen mit Spielgeräten erheblich beschädigt. Die Bezirksvertretung hatte bereits im letzten November beantragt, einen Revierdienst einzurichten, der zumindest einen Teil der Schulhöfe regelmäßig abends überwacht. Das wurde jedoch von der Verwaltung abgelehnt. In der letzten Sitzung erneuerte die Bezirksvertretung den Antrag.

Die SPD-Fraktion verweist in der Begründung für ihre erneute Forderung auf die geplanten, aufwändigen Umbaumaßnahmen sowohl für den KuBiPark im Schulzentrum Nette als auch für den Hof der Jeannette-Wolf-Schule. Die Sekundarschule Westerfilde solle einen kompletten Neubau erhalten, ein über elf Millionen € teures Projekt. Diese Werte gelte es vor Zerstörung zu schützen, meinten auch die anderen Fraktionen.

Adam: Stadtbezirke werden nicht alle gleich behandelt

Es gehe nicht darum, einen regelmäßigen Wachdienst für alle Dortmunder Schulen zu fordern, betonen die Antragsteller. Besonders gefährdete Objekte könnten, wie z. B.in Mönchengladbach, mit privaten Sicherheitsdiensten und Kräften des Ordnungsamtes in Zusammenarbeit mit der Polizei organisiert werden. Für eine „überschaubare Anzahl von Schulen eines Stadtbezirks sollte dies der Stadt Dortmund ebenfalls möglich sein.

SPD-Bezirksvertreter Detlef Adam kritisierte im Zusammenhang mit dem vorliegenden Sachstandsbericht zur Ordnungspartnerschaft, dass die Stadtbezirke offenbar sehr unterschiedlich berücksichtigt würden. So sei in Hombruch weit mehr möglich als in Mengede gefordert – und abgelehnt wurde. Adam: „Dort finden Streifengänge auf den Schulhöfen statt.“ In der Verwaltungsvorlage heißt es, aufgrund konkreter Anliegerbeschwerden seien zwei Spielplätze, die Hombrucher City und ebenfalls „die im Stadtbezirk gelegenen Schulhöfe“ in die Streifengänge einbezogen worden, „ohne dass hier besondere Auffälligkeiten festgestellt“ worden seien.

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