Ökumenische Kooperation im gut besuchten Gottesdienst besiegelt

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Offizieller Start der gemeinsamen Nutzung von Gemeindehaus und
St. Josefskirche in Nette

Mit einem gut besuchten Gottesdienst in der St. Josefskirche feierten die evangelische und die katholische Kirche in Nette eine neue Ära der ökumenischen Kooperation. Fortan wird das Gemeindehaus und auch die Kirche von Gruppen und für Veranstaltungen beider christlicher Gemeinden genutzt.

Zeichen der Gastfreundschaft und die Dankbarkeit für eine gewachsene Ökumene prägten den Gottesdienst zum “Netter Neujahrsempfang” am Sonntag in der St. Josefskirche in Nette. Neben den Seelsorgern beider Konfessionen waren auch viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen sowie Netter BürgerInnen zu diesem besonderen Startschuss gekommen, der die neue ökumenische Kooperation bekräftigte. So begrüßte Pfarrer Hubert Werning von der katholischen St. Josefsgemeinde die evangelischen Christen mit sehr gastfreundlichen Worten und wünschte ihnen, am neuen Ort eine neue Heimat zu finden und sich wohl zu fühlen.

Theologisch war der Gottesdienst auf das verbindende Sakrament der Taufe ausgerichtet, die Pfarrerin Renate Jäckel als verbindendes Element in ihrer Ansprache ausdeutete. Mit dem “berührenden” Ritus der gegenseitigen Segnung wurden anschießend kleine Schalen mit Wasser weitergegeben. Als Erinnerung an die alle Christen verbindende Taufe machten sich zunächst die Liturgen und dann alle Gottesdienstbesucher gegenseitig mit dem Wasser ein Kreuz auf die Stirn und sprachen dazu die Worte: “Gott segne dich”. Spätestens hierbei wurde deutlich, wie nah sich die Christen beider Konfessionen sind. So war das Ritual sicherlich auch nochmals eine Handlung, Berührungsängste abzubauen.

Feierten den Ökumenischer Gottesdienst gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen: (vordere Reihe von links) GemRef. Markus Kohlenberg, Pfarrerin Stefanie Lüders, Pfarrer Hubert Werning und Pfarrerin Renate Jäckel mit weiteren Mitwirkenden.

Nach einer Kollekte für das vor einigen Monaten gestartete Projekt: “Frühstück für Menschen in besonderen Lebenslagen” brachten Gläubige beider Gemeinden die Fürbitten ins Gebet und entzündeten dazu jeweils eine Kerze. Für den letzten Teil des Gottesdienstes lud Gemeindereferent Markus Kohlenberg zu einer Prozession in den Eingangsbereich der Kirche ein. Dort haben das Taufbecken und der Lichterbaum aus der evangelischen Kirche einen neuen Ort gefunden und sind damit zwei sichtbare Zeichen der Gastfreundschaft in der katholischen Kirche. Nach einer Vorstellung der beiden Gegenstände durch Pfarrerin Stefanie Lüders wurden beide mit einem Gebet ihrer Bestimmung übergeben. Musikalisch wurde der Gottesdienst passender Weise vom ökumenischen Frauenchor TakeTwo begleitet, der unter der Leitung von Ludger Haumann für einen stimmungsvollen Rahmen sorgte.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Gäste zum Netter Neujahrsempfang in das Gemeindehaus St. Josef eingeladen, wo bei Gesprächen, bei Kaffee und Kuchen auch Wünsche für die ökumenische Kooperation auf Kärtchen geschrieben werden konnten.

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