Auftaktveranstaltung zum „nordwärts“-Präsentationsjahr

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„Nordwärts“ – ein Lernprozess für alle, erfordert einen langen Atem

„Wir werden für den Norden was tun“, war die Idee von Ulli Sierau, dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, und er startete das Dekadenprojekt „nordwärts“ zusammen mit Michaela Bonan, die als Leiterin der Koordinierungsstelle gleich mit Begeisterung dabei war. Im Mai 2015 war die Auftaktveranstaltung des Projektes, wo neben der Verwaltung auch Bürger und Politiker vertreten waren und erste Ideen besprochen wurden – also Ideen von den Menschen vor Ort, aus der sogenannten Gebietskulisse im Norden der Stadt Dortmund.

Dass es viel Arbeit geben würde, war allen Beteiligten von Anfang an klar, denn Ideen müssen ja auch umgesetzt werden. Das wiederum bedeutet viel Verantwortung, und: woher kommt das Geld? Das Projekt wurde gleich 2015 als „mutig, aber nicht übermütig“ bezeichnet (Michael von der Mühlen). Jetzt sind die ersten Jahre vergangen, und am 21.3. 2018 wurden in der Auftaktveranstaltung auf dem Industriegelände der Zeche Zollern erste Projekte vorgestellt. Manche Projektsteckbriefe waren immer noch Ideen, manche steckten schon voller Leben – es gab einen regen Austausch auf dem Markt der Möglichkeiten.
Prof. Selle (Fakultät Architektur RWTH Aachen und Mitglied im Kuratorium) wies auf die Besonderheiten des Projektes hin, das kein „Masterplan Nord“ ist, sondern ein offener Prozess, der aber auch sofortiges Handeln bedeutet. Von Anfang an gab es Projekte, von Anfang an wurden viele Akteure miteingebunden in das Projekt. So ist „nordwärts“ auch für die Verwaltung ganz neu, „ein Lernprozess für alle“, der einen langen Atem und das Engagement Vieler fordert.10 Jahre nimmt man sich Zeit für das Ziel, eine Harmonisierung der Lebensqualität der Gesamtstadt zu schaffen. Und alle können mitmachen!

Inzwischen ist das Projekt auch in Europa bekannt, denn „nordwärts“ hat den EPSA 2017 gewonnen (Preis des Europäischen Instituts für öffentliche Verwaltung) und Harrie Scholtens erklärte den interessierten Hörern die Bedeutung des Projekts über die Stadtgrenzen Dortmunds hinaus. Auch Philippe Narval, Geschäftsführer des Europäischen Forums Alpbach (Wien) betonte die Wichtigkeit der Beteiligung vieler Menschen an Projekten (Partizipation ermöglichen).
Um Partizipation ging es auch an diesem Tag. Der Verein „Kultur- und Bildungspark Nette“ stellte sich vor mit seinem Programm, vertreten von Christel Stegemann, Anja Hubert und Thomas Tölch. Man diskutierte vor Ort über die Möglichkeiten und Probleme eines Projektes, die nicht immer nur finanzieller Art sind. Noch immer dauert alles zu lange, sodass Jugendliche nicht immer Lust auf Partizipation haben, aber in Nette versucht man gerade das zu erreichen. Und so lobt auch Dr. von Elsenau, Schulleiter am HHG und Kuratoriumsmitglied, die gute Vernetzung der Schulen in Mengede, wünscht sich mehr konkrete Projekte für die Jugendlichen. Er findet die Kommunikation im Kuratorium sehr gut (besonders manchmal in den Pausen der regelmäßigen Treffen).

Das Kuratorium: Ubbo de Boer als Vorstand des Kuratoriums führte durch die Veranstaltung und es stellten sich einzelne Mitglieder des Kuratoriums vor. Denn sie sind es, die auswählen müssen aus den vielen Vorschlägen und Ideen der Bevölkerung. Sie tauschen sich untereinander aus, reden mit den verschiedenen Institutionen, und so unterschiedlich alle im Einzelnen sind, so verbindet sie doch alle der gemeinsame Wunsch, etwas für den Norden zu tun.

Es geht weiter im „nordwärts“ Präsentationsjahr mit einer Reihe von sehr interessanten Veranstaltungen, die auf der Nordwärts-Homepage angekündigt werden und in einem „nordwärts“-Programmheft, das als „ganz großes Kino“ jetzt im Umlauf ist. Lassen Sie sich bezaubern von diesem Kino, aber vor allem: machen Sie mit, denn es lohnt sich, etwas für den Norden zu tun. Wir leben hier, weil es schön ist, aber es gibt auch noch viel zu tun.

In Mengede wird wieder eine Wanderung angeboten unter dem Motto „Emscher aktiv“ am Samstag, den 21.04.2018. Wir treffen uns am Heimathaus am Widum und starten dann eine spannende Wanderung zum Hochwasserrückhaltebecken mit anschließender Diskussion im Heimathaus zum Thema Landschaftsplan (14 Uhr -18 Uhr).

Informationen:
www.nordwaerts.dortmund.de
Anmeldungen für die Wanderung: Anja Hubert, cua.hubert@arcor.de
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