Schöner, neuer Ortskern bald fertig

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BV beschloss 4. Bauabschnitt und fordert Info für Bürger

Geschäfte aller Art – hier die Post – sollen an der Mengeder Straße von den Sanierungsmaßnahmen profitieren.

Die „Stadterneuerung Ortskern Mengede“ soll 2019 und 2020 mit dem vierten Bauabschnitt vollendet werden. Die Bezirksvertretung (BV) beschloss einstimmig die Umgestaltung der Mengeder Straße und des Platzes zwischen Adalmund- und Jonathanstraße. Das ist ein Bereich, der direkt an den Park am Amtshaus angrenzt. Das Vorhaben schließt die letzte verbliebene Lücke in der Ortskernsanierung. Allerdings wurde gleichzeitig eine umfassende Information der Anwohner gefordert: Die müssen nämlich mit Kosten rechnen, wenn das Umfeld verschönert wird.

Gehwege, Platzfläche und Stellplätze werden aus dem gleichen Material wie die bereits renovierten Abschnitte Am Amtshaus und Siegburgstraße hergestellt. Beidseitig der Mengeder Straße entstehen in Längsrichtung öffentliche Parkplätze. Auf zusätzliche Bäume am Straßenrand muss allerdings verzichtet werden. Versorgungsleitungen liegen hier im Weg und auch die Feuerwehr hatte Bedenken. Dafür werden elf Bäume im Bereich des neuen Platzes gepflanzt, der mit Bänken und Abfallbehältern eine zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeit im Ortskern bietet.

Der Ausbau des Platzes wird barrierefrei in Form einer Rampe erfolgen. Dadurch erhofft man sich eine deutliche Verringerung der Fahrgeschwindigkeit, für die dortigen Schulwege ein wichtiger Nebeneffekt. Was für alle Bewohner und die Geschäfte an der Mengeder Straße von Bedeutung ist: Der Straßenquerschnitt wurde so gewählt, dass Anlieger- und Lieferverkehr weiterhin möglich sind.

Mengedes Zentrum erhält Bedeutung zurück

Der Plan für den letzten Bauabschnitt: deutlich erkennbar die aufwändige Platzgestaltung.

Ziel des 2003 vom Rat im Grundsatz beschlossenen vierstufigen Gesamtpaketes sei es, dem Ortskern „seine Bedeutung für die Versorgung, den kulturellen Austausch und nicht zuletzt als Wohn- und Gewerbestandort zurückzugeben“ heißt es in der Verwaltungsvorlage. 2008 wurde das Sanierungsgebiet förmlich als Satzung festgelegt. Der noch bevorstehende Bauabschnitt wird 2019 und 2020 insgesamt 1.398.800 € Investitionsvolumen erfordern. Davon übernehmen Bund und Land 720.000 €. Laut Kommunalabgabengesetz (KAG) des Landes NRW fallen insgesamt 175.000 € Beiträge an, die von den Anliegern zu bezahlen sind.

Die Sprecherin der Bündnisgrünen, Isabella Knappmann, äußerte die Sorge, die finanzielle Belastung könnte für manche der Betroffenen schwer zu schultern sein. „Es soll die gleiche, hochwertige Pflasterung wie in der Siegburgstraße verwendet werden. Das wurde dort schon teuer für die Anlieger.“ Ihres Wissens habe bisher noch keine Informationsveranstaltung für die Bürger stattgefunden, sondern lediglich ein Ortstermin (Siehe unseren Bericht vom 17. Februar). Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch schloss sich dem an: „Die Betroffenen sollten schnellstens von der Verwaltung angesprochen und informiert werden.“

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