Ein Danke lobt rücksichtsvolle Autofahrer

Stadtbezirk erhält im Sommer drei Dialogdisplays an Schulwegen

Dialogdisplays sind Rückmeldesysteme, die Verkehrsteilnehmer warnen, wenn sie zu schnell fahren und danken, wenn sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Erfreut vernahmen die Bezirksvertretung jetzt die Nachricht, dass drei dieser Systeme in den Sommerferien an gefährlichen Schulwegen im Stadtbezirk installiert werden sollen. Einer der ausgewählten Standorte sorgte allerdings für Irritation: Statt der Königsheide (Bild links), für die seit Jahren eine Schulwegsicherung gefordert wird, ist die Groppenbrucher Straße , vor dem Haus Nr. 7, gewählt worden.

Außerdem werden die Schilder, auf denen freundliche Kindergesichter entweder ein „Danke“ oder eine Aufforderung „Bitte langsam“ begleiten, an der Schlossstraße im Bereich Kräutergarten und an der Dörwerstraße, nahe der Einmündung Butzstraße (Schulzentrum) installiert.

Axel Kunstmann (Grüne) schlug vor, auch die Haberlandstraße, die ebenfalls sehr schnell befahren werde, mit zu untersuchen.

Auswahl nach technischen und Sicherheitskriterien

An der Schloßstraße Höhe Kräutergarten soll ein Dialogdisplay stehen, allerdings Richtung Ortsmitte. Wie dieses Foto beweist, wird auch in entgegengesetzter Richtung gerast. Die Warnbake wurde umgefahren.

Wie Stadtrat Martin Lürwer der Bezirksvertretung mitteilte, seien insgesamt sechs mögliche Standorte in Augenschein genommen worden, neben den drei oben erwähnten, ausgewählten Standorten noch der Rohdesdiek /Am Kirchfeld, in Höhe der Kirche und des Kindergartens, Auf dem Brauck, zwischen Castroper und Oestricher Straße am Kindergarten, und an der Oestricher Straße im Bereich der Schule. Wie Lürwer erläuterte, seien alle gewünschten Einsatzstandorte im Hinblick auf die technische Machbarkeit überprüft worden. Kriterien sind dabei z. B. die gute Sichtbarkeit der Schilder, die einwandfreie Erfassung des Verkehrs und – die Energieversorgung. Aus dem letzten Grund werden Plätze bevorzugt, die Dauerstrom aus Straßenleuchten bieten. Außerdem seien alle Standorte mit der Straßenverkehrsbehörde unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit begutachtet worden.

„Dynamische Rückmeldesysteme für Verkehrsteilnehmer“, so heißen sie offiziell, sind bisher schon häufig im ländlichen Raum erfolgreich im Einsatz. Auch in Nachbargemeinden Dortmunds, z. B. im Kreis Unna, hat sich die sympathische Alternative zum „Blitzer“ als Bremse für allzu eilige FahrerInnen bewährt.

Die Anwohner der Königsheide, die seit Jahren eine sichere Überquerungsmöglichkeit der stark vom Durchgangsverkehr belasteten Landstraße fordern, scheinen sich noch gedulden zu müssen. Erst im letzten November hatte sich die Bezirksvertretung über eine Nachricht der Verwaltung geärgert, in der es hieß, bisher habe es keine Antwort von der zuständigen Landesbehörde gegeben. Es sei daher wohl kaum noch damit zu rechnen. Allerdings war den Groppenbruchern für die Königsheide eine aufwändigere Lösung versprochen worden – in Form von „Ampelmännchen“ (Fußgängerampel).

Fotos: Zybon-Biermann

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