Beschwerdeführer gibt nicht auf

| Keine Kommentare

 „Wohnraumentfremdung“ an der Königsheide

Das Straßenschild markiert die Einfahrt zum Sackgassenbereich der Königsheide.

Nein, ein geflügeltes Wort wie „und täglich grüßt das Murmeltier“ wäre unpassend. Ex-CDU-Ratsvertreter Heinz Brunstein findet es nicht lustig, die Bezirksvertretung regelmäßig um Unterstützung zu bitten, damit er eine Antwort der Verwaltung auf seine Beschwerde und Fragen bekommt. In der Einwohnerfragestunde der letzten BV-Sitzung wies er auf den Umstand, hin, dass es jetzt „genau ein Jahr her sei“, als er erstmals wegen möglicher „Wohnraumentfremdung“ an der Königsheide im Amtshaus vorstellig wurde. Seitdem sei nichts geschehen, außer dass „schon mal jemand vom Ordnungsamt erschienen“ sei und „Knöllchen an die Anwohner verteilte“.

Der Ärger in dem ansonsten eher gemütlichen Sackgassenbereich der Königsheide begann nach dem Verkauf eines Eckhauses. Bald nach dem Besitzerwechsel sei bei den länger hier ansässigen Nachbarn der Verdacht entstanden, der neue Eigentümer betreibe einen Beherbergungsbetrieb, so Brunstein: „Alle vier bis sechs Wochen erscheinen hier neue Menschen mit neuen Autos.“ Er habe auch beobachtet, dass der Vermieter die Räume der Mieter selbst putze. Für den früheren Lokalpolitiker sind das deutliche Anzeichen dafür, dass das Gebäude nicht für eine Dauervermietung genutzt werde. Aufgrund der Fahrzeugzahl reichten die vorhandenen Stellplätze nicht aus. Auch die Zufahrt zu den Feldern seitlich der Bebauung sei öfter zugeparkt – für den dort tätigen Landwirt Grund zur Beschwerde.

Der Bündnisgrüne Axel Kunstmann konfrontierte Brunstein mit Fotos, die er tagsüber dort gemacht habe. Da sei alles nahezu leer gewesen, keine Parkprobleme erkennbar. Der Beschwerdeführer zeigte sich nicht überrascht. „Tagsüber ist da natürlich keiner, da sind alle zur Arbeit. Schauen Sie sich das mal um 19 Uhr an.“ Dann sehe es anders aus.

CDU-Fraktionssprecher Farnung machte einen Vorschlag, um die Situation abzuklären:“Wie wäre es, sich das Ganze bei einem Ortstermin anzusehen?“ Darauf einigte man sich schließlich.

   Send article as PDF   

Schreibe einen Kommentar