Was die Politik vom Autobahnverkehr lernen könnte

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Rettungsgasse nutzen!

Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu (hoffentlich auch in der CDU).
Fast alle politischen  Parteien streben in die Mitte. In die bürgerliche Mitte. Wohin das führen kann, haben einige von ihnen bei der Thüringer Ministerpräsidenten-Wahl eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Vergleichbar ähnlich ist es auch beim beim Autobahnverkehr. Die Straßenverkehrsordnung schrieb lange vor: „Die Rettungsgasse ist in der Fahrbahnmitte zu bilden“. In früheren Jahren, als eine Autobahn auf beiden Seiten jeweils nur zwei Fahrspuren hatte, war die Mitte zweifellos (in Analogie zur SPD/CDU-Parlaments-Dominanz) hierfür der richtige Ort, den auch beide Parteien gerade in ihren Wahlkämpfen gerne in Anspruch nahmen. Schwieriger wurde es schon, als unsere Autobahnen  über drei Fahrstreifen verfügten. Wo befindet sich hier die Mitte? Es dauerte lange, bis man sich in Deutschland einer im Ausland längst gebräuchlichen Regelung anschließen konnte. Ob drei, vier oder noch mehr Fahrspuren, eine Rettungsgasse ist grundsätzlich zwischen dem am weitesten links gelegenen und dessen benachbarten Fahrstreifen zu bilden. Natürlich nur bis zur Unfallstelle.

Übertragen auf den Unfall im Erfurter Landtag bietet sich demnach eine Lösung an: Liebe Thüringer CDU-Abgeordnete, rückt für eine kurze Wegestrecke aus eurer geliebten Mitte nach links, die ihr  nach der Behebung des bedauerlichen und selbst verursachten Unfallgeschehens nach Herzenslust gleich wieder belegen könnt.

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