Tag des Zivilschutzes: Stadt Dortmund gibt Tipps für den Ernstfall

Über den Mobilfunkdienst „Cell Broadcast“ wird eine Warnmeldung direkt auf das Handy gesendet.
© Feuerwehr Dortmund

Wie gut sind die Dortmunderinnen und Dortmunder auf Krisen vorbereitet? Zum Tag des Zivilschutzes am Sonntag, 1. März, informiert die Stadt Dortmund darüber, wie sich Bürgerinnen und Bürger für den Ernstfall wappnen können – und warum persönliche Vorsorge so wichtig ist.

Zivilschutz und Katastrophenschutz ergänzen sich. Während der Katastrophenschutz bei Ereignissen wie Unwettern oder Großschäden hilft, kümmert sich der Zivilschutz um den Schutz der Bevölkerung in besonderen staatlichen Ausnahmesituationen. Entscheidend ist dabei die gemeinsame Verantwortung von Staat und Bevölkerung.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Krisen können jederzeit eintreten. Eine gut vorbereitete Bevölkerung hilft nicht nur sich selbst, sondern entlastet auch die Einsatzkräfte und unsere gesamte Stadtgemeinschaft erheblich. Wer weiß, was zu tun ist, bleibt ruhiger, handelt besonnener und kann auch anderen helfen“, betont Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

So wird gewarnt

Im Gefahrenfall warnen die zuständigen Behörden über mehrere Wege gleichzeitig:

  • Sirenen: Ein auf- und abschwellender Heulton bedeutet: Es besteht eine Gefahr. Bitte geschlossene Räume aufsuchen und das Lokalradio einschalten.
  • Cell Broadcast: Eine Warnmeldung wird direkt auf das Handy gesendet.
  • Warn-Apps: Über die Apps NINA und KATWARN erhalten Bürgerinnen und Bürger ergänzende Informationen.
  • Internet und lokale Medien: Aktuelle Hinweise gibt es zudem auf dortmund.de, über Radio und andere Medien.

Verhalten im Ernstfall

Im Ereignisfall sollten Dortmunderinnen und Dortmunder folgende Grundregeln beachten:

  • Ruhe bewahren
  • Nach Möglichkeit zu Hause bleiben oder ein Gebäude aufsuchen
  • Fenster und Türen schließen, Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten
  • Nachbarinnen und Nachbarn, ältere oder hilfsbedürftige Menschen unterstützen
  • Informationen über Radio oder offizielle Kanäle verfolgen
  • Telefonnetze freihalten und den Notruf nur im echten Notfall wählen
  • Anweisungen der Behörden befolgen und Einsatzkräfte nicht behindern
  • Gefahrenbereiche meiden

Gut vorbereitet

Die Stadt Dortmund empfiehlt allen Haushalten, einen Notvorrat für mindestens drei Tage, besser noch für zehn Tage, bereitzuhalten. Dazu gehören insbesondere:

  • Trinkwasser (etwa zwei Liter pro Person und Tag)
  • Haltbare Lebensmittel (ca. 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag)
  • ein Batterie- oder Kurbelradio
  • Taschenlampe und Ersatzbatterien
  • Erste-Hilfe-Set, Hausapotheke und persönliche Medikamente
  • Wichtige Dokumente und etwas Bargeld griffbereit in einer Mappe

Außerdem sollte jedes Haushaltsmitglied wissen, wo sich die nächstgelegene Notfallanlaufstelle befindet. Die konkreten Standorte sowie weitere Informationen zum Thema – mehrsprachig und barrierefrei – gibt es online unter dortmund.de/krisencheck.

„Zivilschutz geht uns alle an. Jeder vorbereitete Haushalt erhöht die Sicherheit unserer gesamten Stadt“, betont Oberbürgermeister Alexander Kalouti.