Stadt Dortmund gibt Tipps
Damit Hinweise zu Rattenbefall schnell bearbeitet werden können, hat das Ordnungsamt der Stadt Dortmund bereits 2024 ein eigenes Fallmanagement für Rattenbekämpfung eingerichtet. Es ist zentrale Anlaufstelle für Meldungen aus dem gesamten Stadtgebiet und koordiniert die Einsätze der beteiligten Akteure.
Grundsätzlich gilt: Auf Privatgrundstücken sind die Eigentümerinnen und Eigentümer oder die Nutzungsberechtigten selbst für die Bekämpfung von Ratten verantwortlich. Das ergibt sich unter anderem aus dem Infektionsschutz und der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht. Die Stadt Dortmund unterstützt jedoch durch Beratung und gezielte Einsätze auf öffentlichen Flächen, etwa im Kanalnetz oder im Straßenraum.
Rattenbefall früh melden
Wer Ratten sieht oder Spuren eines Befalls entdeckt, sollte dies möglichst früh melden. Hinweise können unkompliziert über den Mängelmelder in der Dortmund-App oder online über den Browser übermittelt werden. Je genauer die Angaben zum Ort sind – idealerweise mit Fotos –, desto schneller können die zuständigen Stellen reagieren und den weiteren Ablauf koordinieren.
Vorbeugung ist der beste Schutz
Der wirksamste Schutz gegen Rattenbefall ist es, den Tieren keine Nahrung und keinen Unterschlupf zu bieten. Die Stadt Dortmund empfiehlt deshalb unter anderem:
- Mülltonnen stets geschlossen halten und Abfälle nicht offen lagern.
- Speisereste nicht über die Toilette entsorgen.
- Essensreste und tierische Abfälle nicht auf den Kompost geben.
- Tierfutter sowie Futterstellen für Wildtiere sparsam einsetzen und sauber halten.
- Sträucher und Bodendecker regelmäßig zurückschneiden.
- Gebäude und Keller möglichst rattensicher bauen oder abdichten.
Auch überfüllte Müllbehälter, achtlos weggeworfene Speisereste oder offene Komposthaufen können Ratten anlocken.
Vorsicht beim Einsatz von Gift
Wenn Bekämpfung erforderlich wird, müssen beim Einsatz von Gift besondere Sicherheitsregeln beachtet werden. Warnhinweise sollten deutlich sichtbar angebracht werden, um Kinder sowie Haus- und Wildtiere zu schützen. Spielplätze und deren Umgebung sollten möglichst giftfrei bleiben.
Zudem wird der Einsatz bestimmter Rattengifte, die die Blutgerinnung hemmen, aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes künftig stärker eingeschränkt: Voraussichtlich ab Mitte 2026 dürfen solche Mittel nur noch von geschultem Fachpersonal verwendet werden. Bei starkem Befall empfiehlt die Stadt Dortmund daher, professionelle Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen.
Gemeinsam gegen Ratten
Rattenbekämpfung funktioniert nur, wenn sich möglichst viele Menschen aktiv beteiligen. Wenn Eigentümerinnen und Eigentümer auf ihren Grundstücken tätig werden und gleichzeitig der öffentliche Bereich kontrolliert wird, lassen sich Populationen wirksam reduzieren.
Weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten zum Fallmanagement Rattenbekämpfung im Ordnungsamt: