Bauprojekt bringt Verbesserungen für Anlieger und das Stadtklima
Die Sanierungsarbeiten beginnen am Montag, 19. Januar. Damit Anliegende möglichst wenig gestört werden, setzt die Stadtentwässerung Dortmund auf eine geschlossene Bauweise. Das bedeutet: Baugruben sind ausschließlich an einigen ausgewählten Stellen erforderlich und nicht über den gesamten Kanalverlauf. Über die Gruben wird die beauftragte Baufirma vorgefertigte, glasfaserverstärkte Rohre in das bis zu 2,60 Meter hohe Bestandsbauwerk einbauen. Das Material der Rohre (Höhe: bis zu 1,50 Meter) wurde extra so gewählt, um einen leichteren Transport innerhalb des Bestandsbauwerks zu ermöglichen. Dort, wo die insgesamt neun Baugruben eingerichtet werden, baut die Fachfirma später Kontrollschächte ein. Die Sanierung erfolgt in mehreren Bauabschnitten und dauert rund 18 Monate.
Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von Mengeder Straße bis Rigwinstraße. Die Arbeiten beginnen mit dem Aushub der ersten Baugrube in der Mengeder Straße (Höhe Adalmundstraße). Die Mengeder Straße muss in Höhe des Baufelds für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die Sperrung wird bis zum Ende des zweiten Bauabschnitts (Mengeder Straße bis Remigiusstraße) aufrechterhalten, voraussichtlich bis Mitte Juni. Umleitungen werden ausgeschildert.
Sanierung stärkt den natürlichen Wasserkreislauf
Die Stadtentwässerung erreicht mit der Sanierung des Bodelschwingher Bachkanals zwei wichtige Ziele. Zum einen wird sie das Bauwerk umfassend ertüchtigen und alters- sowie belastungsbedingte Schäden beseitigen. Davon profitieren die Anliegerinnen und Anlieger, die sich viele weitere Jahre auf einen leistungsfähigen Abwasserkanal verlassen können.
Auf der anderen Seite profitiert auch das Stadtklima: Die Stadtentwässerung wird zwischen Rigwinstraße und Emscher künftig das Regenwasser vom Schmutzwasser trennen. Das bedeutet: Während das Abwasser nach wie vor über den Mischwasserkanal abgeleitet wird, fließt das Niederschlagswasser über einen separaten Kanal in die nahe gelegene Emscher. Dies ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Schwammstadt Dortmund. Die Entkopplung stärkt den natürlichen Wasserkreislauf: In Hitzephasen sorgt das verdunstende Wasser der Emscher für Abkühlung. Ein weiterer Vorteil: Der Anteil des klärpflichtigen Abwassers sinkt.