Dortmund stellt Weichen für die Zukunft der Kindertagesbetreuung: Mehr Plätze für Kinder unter drei Jahren

Die Stadt Dortmund setzt den Ausbau in der Kindertagesbetreuung konsequent fort. Der Verwaltungsvorstand hat jetzt die Ziele für 2035 festgelegt: Mindestens 60 Prozent der unter dreijährigen Kinder sollen in Dortmund betreut werden können.

Bislang lag die Ziel-Quote für die Betreuung unter Dreijähriger bei 50 Prozent. Diesen Wert hatte der Rat der Stadt Dortmund im März 2021 beschlossen (Drucksache Nr. 19920-21). Verschiedene Studien zeigen aber, dass der Betreuungsbedarf für diese Altersklasse wächst. In Nordrhein-Westfalen ist der Bedarf zwischen 2012 bis 2024 jährlich um 1,5 Prozent gestiegen.

Das Dortmunder Jugendamt rechnet in seiner strategischen Ausbauplanung für das Jahr 2035 jetzt mit einem Betreuungsbedarf von mindestens 60 Prozent für U3-Kinder. Aktuell kann die Stadt Dortmund 44 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Platz in der Kindertagesbetreuung anbieten.

„Wir haben bereits viel erreicht, doch der Bedarf wächst weiter. Mit den neuen Planungen sichern wir die Zukunft der frühkindlichen Betreuung in Dortmund und schaffen verlässliche Perspektiven für Familien“, so Stadträtin Monika Nienaber-Willaredt.

Bedarfsgerechtes Angebot wird rechtzeitig entwickelt

Mit der Anpassung des Ziels auf 60 Prozent bereitet der Verwaltungsvorstand jetzt den Weg, damit ein bedarfsgerechtes frühkindliches Betreuungsangebot rechtzeitig und ausreichend entwickelt werden kann – auch mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, der ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gilt. Gleichzeitig können so noch mehr Kinder von den positiven Effekten der frühkindlichen Bildung profitieren.

Ausbau für mehr Chancengleichheit

Denn die Stadt stärkt mit dem Mehrangebot auch die Chancengleichheit für Kinder: Ungleiche Ausgangslagen durch Armut oder andere soziale Benachteiligung können durch den Besuch einer Kita ausgeglichen werden. Monika Nienaber-Willaredt: „Wir können benachteiligten Kindern so einen erfolgreichen Start ins Schulsystem ermöglichen. Dadurch verbessern wir ihre langfristigen Bildungs- und Lebenschancen.“