Heroldstraße wird zur Fahrradstraße: Nebenachse knüpft künftig an Velorouten in der Innenstadt-Nord an

Geplante Strecke führt von Fichtestraße bis Im Spähenfelde

In Dortmund sollen neun Velorouten mit einer Gesamtlänge von rund 82 Kilometern entstehen. Um das Radfahren noch komfortabler zu machen und sinnvolle Verknüpfungen zu schaffen, werden auch Nebenrouten eingerichtet. Unter anderem auf der Heroldstraße in der Nordstadt. Der entsprechende Baubeschluss steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

Auf Antrag der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord soll eine Radverkehrsachse über die Fichtestraße, Feldherrnstraße, Westerbleichstraße, Priorstraße, Heroldstraße, Lütgenholz, Enscheder Straße und Osterlandwehr bis zur Straße Im Spähenfelde eingerichtet werden. Aufgrund der Gesamtlänge von 3,2 Kilometern wurde die Fahrradachse in vier Teilstücke unterteilt.

  • Teilabschnitt TS1 – Fichtestraße, Feldherrnstraße, Westerbleichstraße
  • Teilabschnitt TS2 – Dietrich-Keuning-Park, Priorstraße
  • Teilabschnitt TS3 – Heroldstraße
  • Teilabschnitt TS4 – Lütgenholz, Enscheder Straße, Osterlandwehr

Als erster Bereich soll das Teilstück TS3 – Heroldstraße auf einer Länge von 640 Metern umgesetzt werden. Auf diese Weise werden die (zukünftigen) Velorouten in der Nordstraße und der Gronaustraße miteinander verbunden.

Welche Veränderungen ergeben sich dadurch?

Die Stadt Dortmund richtet eine Fahrradstraße auf der Heroldstraße ein. Dazu sind zunächst keine großen baulichen Veränderungen vorgesehen, allerdings werden Markierungen und Verkehrszeichen angepasst. Die Querung für den Radverkehr über die Bornstraße wird im Zuge des späteren Umbaus der Bornstraße verbessert.

Auch für Autofahrerinnen und Autofahrer wird sich etwas ändern. Weil Fahrbahn und Gehwege zu schmal sind, kann die Stadt das aktuell praktizierte (aber bereits jetzt nicht zulässige) Gehwegparken nicht legalisieren. Künftig sollen zum Beispiel Fahrradbügel verhindern, dass Autos auf den Gehwegen abgestellt werden.

Um die Sicherheit der Radfahrenden zu verbessern, werden die heutigen Schrägparkstände westlich der Nordstraße zu Längsparkständen umgewandelt. Auf Fahrradstraßen darf in der Regel nicht senkrecht oder schräg zur Fahrbahn geparkt werden, sondern ausschließlich längs.

Die auf dem südlichen Gehweg angeordneten Parkstände fallen ebenfalls weg. Der gewonnene Platz wird den Fußgängerinnen und Fußgängern zugeteilt.

Welche Verbesserungen für den Radverkehr bringt die Fahrradstraße?

  • Radfahrende dürfen nebeneinander fahren
  • Autofahrende müssen sich dem Tempo der Radfahrenden anpassen
  • Maximal Tempo 30 für alle
  • Zur Beschleunigung des Radverkehrs erhält die Nebenroute Vorfahrt gegenüber den einmündenden Straßen Alsenstraße und Flensburger Straße. Um darauf sowie auf die Einfahrt in die Fahrradstraße aufmerksam zu machen, werden die Kreuzungsbereiche rot eingefärbt

Umsetzung noch in diesem Jahr

Nach dem Baubeschluss wird das Vergabeverfahren für die Arbeiten eingeleitet. Die Umsetzung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Parallel entstehen in Dortmund neun Velorouten mit einer Gesamtlänge von rund 82 Kilometern. Jeweils vom Radwall (Wallring) in der Innenstadt ausgehend nach Eving, Scharnhorst, Brackel, Aplerbeck, Hörde, Hörde-West, Hombruch, Lütgendortmund und Mengede. Sie werden nach und nach umgesetzt.

dortmund.de/velorouten

Velorouten Dortmund: Baustart fürs Radnetz der Zukunft