Karnevalsnachlese

Rosenmontag in der Tagespflege am Königshalt-
Riesenstimmung bei der Karnevalsfeier

Von Diethelm Textoris

Die Feier im Zeichen des Karnevals ist für die Gäste der Tagespflege am Königshalt immer ein großes Ereignis. So waren nicht nur die Montagsgäste anwesend, sondern auch solche, die üblicherweise an anderen Wochentagen kommen. Erwartungsvoll nahmen die knapp 30 Feierwilligen auf ihren Stühlen Platz, die kein einfacher Stuhlkreis waren, sondern sich in Logenplätze verwandelt hatten, zwischen denen auch die Rollstuhlfahrer Platz fanden. Logenplätze deshalb, weil die Betreuungskräfte als gute Geister der Einrichtung wieder hervorragende Vorarbeit geleistet hatten, um den „Festsaal“ in eine Zirkusarena zu verwandeln. Luftballons, Girlanden und Luftschlangen waren die passende Dekoration, Poster simulierten die Eingänge für Tiere und Artisten. Im Einladungsschreiben stand „Kostümierung  erwünscht“. Dieser Bitte waren viele der Gäste gefolgt. Mit lustigen Kappen, Schleifen im Haar oder bunte Fliegen und Krawatten, Hawaiiketten bis hin zum kompletten Clownskostüm oder zum BVB-Ultra. Passend zum Zirkusflair waren die Betreuungskräfte Lucie, Vanessa M., Vanessa I, Tina, Koch Michael und Einrichtungsleiter Philipp Ostermann als Popcorn-Tüten erschienen.

Der Autor dieses Berichtes, der gleichzeitig auch als Musikunterhalter fungierte, war wieder in seiner Rolle als „DJ Tex“ geschlüpft, gekleidet mit weißen Musikantenjeans, blau glitzerndem Paillettenhemd und zünftig nach dem Vorbild der früheren Karnevalssänger Jupp Schmitz, Karl Berbuer oder Ernst Neger mit der Narrenkappe auf dem Kopf. Von diesen ehemaligen Karnevalsraketen spielte er auch deren legendäre Hits, und im übrigen alles, was die Stimmungswellen hochschlagen ließ: „Die roten Rosen“ von den Booren, die „Tulpen aus Amsterdam“ von Heintje, den „Schneewalzer“ von Heino und „Was kann schöner sein?“ von Lys Assia. Bunt gemischt mit Rock’n‘ Roll, Twist und Disco-Fox Titeln wie „Paloma Blanca“ und „Morning Sky“. Auch spontane Wünsche wurden erfüllt wie der nach Tony Marshalls „Rentnerlied“. Die oben genannten Damen fungierten jetzt als Animateurinnen und sorgten für die I-Tüpfelchen beim Gute-Laune-Sitztanz, beim Schunkeln und Tanzen. Selbstverständlich fehlte auch die Polonaise, angeführt von Philipp Ostermann, nicht. Koch Michael erwies sich auch als Entertainer und zauberte drei Kamele ins Rund der Zirkusmanege.  

 

 

 

 

Nach gut zweieinhalb Stunden war, begleitet von einem mehrstimmigen „Oh“ und „Schade“, die Veranstaltung zu Ende, denn das Mittagessen wartete. DJ Tex sang „Sag beim Abschied leise Servus“, versprach aber, im Gegensatz zur Aussage im Lied von Peter Kreuder, bald mit neuem Programm wieder zu kommen. Zum Schluss stimmten alle lautstark und mit innerer Überzeugung in Freddys Lied „So ein Tag, so wunderschön wie heute, der dürfte nie vergehn“ mit ein.

Fotos: Philipp Ostermann