Fit für die digitale Welt: Medienkompetenz-Projekt stärkt Dortmunder Grundschulkinder

Der beste Tipp dieser Schülerinnen: Bei den Hausaufgaben benutzt man keine Handys.
© Stadt Dortmund / Ute Küssow

„Clever unterwegs mit Tablet und Smartphone“

Die digitale Welt mit Smartphones und Tablets hat Kindern viel zu bieten. Sie stellt sie aber auch vor Herausforderungen. In einem Medienkompetenz-Projekt werden die vierten Klassen aller acht Grundschulen der Nordstadt dafür fit gemacht.

„Clever unterwegs mit Tablet und Smartphone“ ist im Dezember gestartet und läuft noch bis Ende März 2026. Es unterstützt die Kinder bei einem sicheren und reflektierten Umgang mit digitalen Endgeräten und bietet den Eltern Anregungen, wie sie ihre Kinder gut begleiten können.

Bei dem Projekt tauchen die Kinder in verschiedene Themen ein und geben dann ihr Wissen an ihre Eltern weiter. Grundlage hierfür bildet der vom Grafiker Jens Neubert gestaltete Stadtplan einer digitalen Stadt. Er verweist auf Möglichkeiten zum Beispiel beim Lernen und Gestalten, aber auch auf Herausforderungen.

Wertvolle Tipps für Kinder und Eltern

„Das Projekt setzt beim Mediennutzungsverhalten der Kinder an. Es schafft Raum für Austausch und gibt ihnen und ihren Eltern wertvolle Tipps an die Hand“, sagt Claudia Wierz, Leiterin des Medienzentrums der Stadt Dortmund. Wierz weiter: „Das Projekt ist auf Initiative der Schulen entstanden und bedarfsorientiert ausgestaltet worden.“

„Den Schulleitungen und uns war es wichtig, ein Konzept zu entwickeln, das sowohl die Kinder als auch Eltern abholt und öffnet“, sagt Medienpädagogin Nina Neuhaus von der DigitalWerkstatt Dortmund. Sie und ihr Kollege Mathias Frank, freiberuflicher Medienpädagoge, haben mit fachlicher Expertise und viel Gespür für die Lebenswelt der Kinder die Materialien für den Workshop gestaltet.

Einfach mal abschalten

„Es ist großartig mitzuerleben, wie die Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die eigene Mediennutzung hier ihre Handlungsspielräume entdecken. Einfaches Beispiel: Ich muss nicht immer erreichbar sein, ich kann auch mal abschalten und einfach rausgehen zum Spielen. Sie für einen gezielten Einsatz von Medien zu sensibilisieren und stark zu machen, ist eines unserer Anliegen in diesem Projekt“, sagt Mathias Frank.

Alle Beteiligten, inklusive der acht Schulleitungen, sind begeistert von den Ergebnissen selbst und von den Workshops insgesamt, die von der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord und aus dem Schulentwicklungsfonds der Stadt Dortmund finanziert wurden. Am Ende des Projektes steht eine Plakatkampagne, die von den Kindern mitentwickelt wurde.

Impulse sollen nicht verpuffen

Damit die Impulse nach dem Projektende nicht verpuffen, wurde von Anfang an auf Nachhaltigkeit gesetzt. Um die Inhalte langfristig im Schulalltag zu verankern, können die Lehrkräfte der beteiligten Schulen im Anschluss die entwickelten Materialien weiter nutzen und an der Qualifizierung zur Internet-ABC-Lehrkraft NRW teilnehmen. Darauf aufbauend kann das Peer-to-Peer Projekt „Medienscouts NRW Grundschule“ langfristig an den Schulen implementiert werden. Beteiligt waren Oesterholzschule, Diesterwegschule, Schule am Blücherpark, Grundschule Kleine Kielstraße, Libellen Grundschule, Lessingschule, Albrecht Brinkmann-Schule und Nordmarktschule.