
Stadt verschenkt Bäume für Westerfilder Vorgärten: Projekt schafft grüne, kühle Achse durch das Quartier
© Stadt Dortmund / Christoph Schedler
Projekt schafft grüne, kühle Achse durchs Quartier
Schon seit dem Herbst hatten sich die Eigentümer*innen von fünf Häusern an der Mosselde auf die neuen Pflanzen für ihre Vorgärten gefreut. Gemeinsam mit Baumexperten des Grünflächenamtes suchten sie sich zunächst eine passende Art für ihren Vorgarten aus. Zweimal fiel die Wahl auf Säulen-Hainbuchen und je einmal auf Feldahorn, Kugelahorn und Eingriffeligen Weißdorn – alles heimische Sorten, die robust und anpassungsfähig sind und nicht zu groß werden. Danach legten die Eigentümer*innen gemeinsam mit Quartiersarchitektin Barbara Boegershausen den genauen Standort auf dem Grundstück fest: Wo passt der Abstand zu den Nachbargrundstücken ebenso wie zu den Hausleitungen im Boden? Schließlich stellten sie den kurzen Antrag bei der Stadt und erhielten das Okay.
Pünktlich zum Frühling hat die Stadt nun die fünf Bäume gepflanzt. Es sollten aber noch viel mehr werden: Bis zu 30 weitere Bäume verschenkt die Stadt für Vorgärten an der geraden, bislang kaum beschatteten Straße. Parallel wird sie ab Mitte des Jahres 23 neue Bäume im Straßenraum einsetzen. Ein zweiter Abschnitt der Aktion folgt dann ab dem Sommer an der Straße Rohdesdiek.
Vorausschauend handeln für mehr Wohnqualität
Ziel ist eine grüne, beschattete Wegeachse von Süd nach Nord durch den Stadtteil. Davon profitieren alle, die die Straßen im Sommer nutzen – und besonders die Menschen in den Häusern entlang der Straßen. Denn sowohl die Straße Mosselde als auch der Rohdesdiek sind nach Süden ausgerichtet. Sie heizen sich bei Sonnenschein schnell und stark auf. Bäume können Abhilfe schaffen: Sie spenden Schatten, kühlen das Umfeld, steigern die Luftfeuchtigkeit und verbessern die Luftqualität. Das wird umso wichtiger, je weiter der Klimawandel voranschreitet. Und natürlich gilt: Je größer ein Baum ist, desto größer ist sein Effekt. Daher müssen Grundstückseigentümer*innen heute vorausschauend handeln, um in einigen Jahre eine höhere Wohnqualität zu „ernten“.
Einfach melden für Baumgeschenke an Rohdesdiek und Mosselde
Wer an der Mosselde oder am Rohdesdiek wohnt und sich auch einen Baum im eigenen Vorgarten vorstellen könnte, kann sich noch bis zum Sommer melden. Das Quartiersmanagement Westerfilde & Bodelschwingh gibt gern weitere Auskunft und berät unter der Dortmunder Telefonnummer 931 44 018 oder nach einer E-Mail an qm@westerfilde-bodelschwingh.de.
Für den ersten Bauabschnitt Mosselde fließen aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ 400.000 Euro. Die Stadt trägt den Eigenanteil von 40.000 Euro und die Planungskosten von 50.000 Euro. Für den zweiten Bauabschnitt Rohdesdiek gibt es 300.000 Euro Fördermittel aus dem Programm KfW 444 (Natürlicher Klimaschutz in Kommunen). 185.000 Euro finanziert der städtische Haushalt. Die Machbarkeitsstudie für beide Bauabschnitte wurde mit 30.000 Euro aus dem Programm „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ der Emschergenossenschaft finanziert.