Gesundheitsfachkraft begleitet Kinder, Familien und Schulen erfolgreich auf dem Weg zur „Gesunden Schule“
Die Gesundheitsfachkraft unterstützt Kinder, Eltern und Lehrkräfte dabei, Gesundheitsaspekte fest im Schulalltag zu verankern und das Wohlbefinden aller Familienmitglieder zu stärken. Das „GKV-Bündnis für Gesundheit“ fördert das Projekt noch bis Ende 2026.
Gesundheit gehört zum Schulalltag
Die Gesundheitsfachkraft begleitet vor allem Familien in schwierigen Lebenslagen. Sie ermittelt Bedarfe, entwickelt Angebote und unterstützt Schulen dabei, gesunde Gewohnheiten dauerhaft aufzubauen und zu leben. Dazu gehören Unterrichtseinheiten, Gespräche mit Eltern und Lehrkräften sowie enge Kontakte zu Einrichtungen im Stadtteil.
Dortmund greift damit auch wichtige Empfehlungen aus dem Gesundheitswesen auf. Kinder sollen früh lernen, wie sie gesund leben und gut mit ihrem Körper umgehen können.
Viele Ideen verbessern den Alltag der Kinder
An beiden Schulen entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Angebote. Die Schulen richteten einen Trinkbrunnen ein und gestalteten die Schulhöfe bewegungsfreundlicher. Elterncafés und Kochkurse stärkten den Austausch mit den Familien. Im Unterricht beschäftigten sich die Kinder mit Ernährung, Zahngesundheit, Mediennutzung und sicherer Mobilität.
Ein regelmäßiger Arbeitskreis Gesundheit begleitet die weitere Entwicklung und sorgt dafür, dass neue Ideen dauerhaft im Schulalltag erhalten bleiben.
Zusätzlich entwickelte die Gesundheitsfachkraft eine digitale Plattform mit Projektideen. Außerdem entsteht derzeit ein Handlungsleitfaden, den künftig auch andere Dortmunder Grundschulen nutzen können.
Kinder bewegen sich mehr und ernähren sich bewusster
Zwei Befragungen aus den Jahren 2022 und 2025 zeigen klare Veränderungen. Viele Kinder frühstücken inzwischen regelmäßiger und essen häufiger Obst und Gemüse. Auch bei Getränken und Mahlzeiten treffen sie öfter gesunde Entscheidungen.
Darüber hinaus bewegen sich die Kinder deutlich mehr. Mehr Kinder besuchen einen Sportverein, spielen draußen oder gehen zu Fuß zur Schule. Der Anteil stieg dabei von 33 Prozent auf 49 Prozent.
Weiteren Handlungsbedarf zeigt die Mediennutzung. Viele Kinder besitzen inzwischen eigene Geräte und verbringen mehr Zeit mit digitalen Angeboten. Schulen und Familien wollen deshalb auch künftig gemeinsam an diesem Thema arbeiten.
Ein starkes Netzwerk für Kinder und Familien
Das Modellprojekt stärkt nicht nur die Gesundheit der Kinder. Es verbessert auch das Miteinander in den Schulen und verbindet Elternhaus, Schule, Stadtteil und den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst enger miteinander.
Die positiven Ergebnisse bestärken die Stadt Dortmund darin, das Aufgabenfeld der Gesundheitsfachkraft gegebenenfalls weiter auszubauen. Künftig könnten weitere Schulen Unterstützung auf ihrem Weg zur „Gesunden Schule“ erhalten.
Damit die Arbeit langfristig bestehen bleibt, richtet das Gesundheitsamt zum 1. Januar 2027 eine unbefristete Stelle mit zunächst 32,5 Stunden ein. Später soll die Stelle im Rahmen der personellen Möglichkeiten schrittweise zu einer Vollzeitstelle wachsen.