Trouble Mind (Michael Bereckis)

 

Alles gerät in Bewegung, ohne Richtung. Nachrichten wie Windstöße, die durch offene Räume jagen, Bilder, die sich überlagern.
Nichts kommt zur Ruhe.

Im Hintergrund ein ständiger Druck: der Körper, der sich nicht überhören lässt, Dinge, die erledigt werden wollen, Gedanken, die sich verhaken. Die Instrumente sind nah, doch der erste Ton bleibt aus, als würde er sich entziehen.

Dann ein Ansatz, ein Atem, ein Klang, ein Groove, ein Sound … Er bleibt stehen, wird gehört, bekommt Gewicht. Weitere Töne finden sich, zögernd, suchend – und plötzlich entsteht ein Zusammenhang.

„Trouble Mind“ ist dieser fragile Zusammenhang: ein Gleichgewicht auf Zeit, das das Unruhige nicht auflöst, aber trägt.

Michael Bereckis
www.bereckis.de