Baustart Anfang 2028: Neues Fahrzeug- und Gerätezentrum der Feuerwehr entsteht in Eving

Rat entscheidet in Juli-Sitzung über Ausführungsbeschluss

Die Feuerwehr Dortmund möchte in Eving ein zentrales Fahrzeug- und Gerätezentrum bauen. Hintergrund sind steigende Einsatzzahlen sowie wachsende Anforderungen im Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst. Der Rat der Stadt stimmt in seiner Juli-Sitzung über die Vorlage zum Ausführungsbeschluss ab.

Das bestehende Fahrzeug- und Gerätezentrum der Feuerwehr Dortmund stößt bereits heute an seine Kapazitätsgrenzen. Zudem sind wichtige Einsatzmittel derzeit auf mehrere Feuerwachen im Stadtgebiet verteilt, was im Einsatzfall zu logistischen und zeitlichen Nachteilen führt. Mit dem Neubau sind Fahrzeuge, Materialien und Gerätschaften künftig schneller verfügbar und können einsatztaktisch sinnvoll gebündelt werden. Das beschleunigt die Abläufe bei Großschadenslagen und Katastropheneinsätzen deutlich.

Gleichzeitig ermöglicht der Neubau, dass die Stadt ein derzeit angemietetes Übergangslager in Dorstfeld mit einer Fläche von rund 31.590 Quadratmetern aufgeben kann. Für die Stadt Dortmund ergeben sich daraus jährliche Einsparungen von rund 621.000 Euro an Mietkosten sowie zusätzlich rund 360.000 Euro Nebenkosten.

Strategisch gute Lage im Industriegebiet

Das neue Gebäude entsteht in strategisch guter Lage im Industriegebiet Eving in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund sowie zur Feuer- und Rettungswache 2. Der Ort ist bereits heute gut erreichbar und soll künftig zusätzlich über die geplante Nordspange erschlossen werden.

Der Rat der Stadt hat den Grundsatzbeschluss für das Projekt bereits im September 2021 gefasst. Nach Abschluss des Generalplaner-Verfahrens im Juli 2023 liegt inzwischen die Entwurfsplanung vor. Der nun angestrebte Ausführungsbeschluss ist der nächste entscheidende Schritt zur Realisierung.

Die Städtische Immobilienwirtschaft plant einen dreigeschossigen Gebäuderiegel mit Teilunterkellerung für die Haustechnik. Das Gebäude erreicht eine Höhe von 12,8 Metern und fügt sich mit seinem Hallencharakter in die bestehende Gewerbestruktur ein. Die Konstruktion erfolgt überwiegend in Stahlbetonfertigteilbauweise mit massiven Bauteilen. Das Gebäude bekommt ein Flachdach mit Aufbetonschicht. Aufgrund der Bodenverhältnisse wird eine tiefe Pfahlgründung erforderlich. Die hochwertige rote Keramikfassade mit vertikaler Wellenstruktur und keramischen Gestaltungselementen soll dem Gebäude zugleich eine prägnante architektonische Identität verleihen.

Stadt legt Wert auf klimafreundliche Bauweise

Besonderes Augenmerk liegt auf einer nachhaltigen und klimafreundlichen Bauweise. Insbesondere sind hier die Montage einer Photovoltaikanlage, eine extensive Dachbegrünung sowie zusätzlich begrünte Fassadenbereiche zu nennen. Eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt das Gebäude mit klimafreundlicher Energie. Die Planung orientiert sich am Leitfaden „Klimaneutrales Bauen in Dortmund“. Die Städtische Immobilienwirtschaft strebt zudem eine Zertifizierung nach dem Standard „DGNB-Silber“ in Verbindung mit dem Qualitätssiegel „Nachhaltige Gebäude“ (QNG) an. Damit verbunden sind mögliche Fördermittel in Höhe von bis zu einer Million Euro.

Das neue Fahrzeug- und Gerätezentrum umfasst eine Brutto-Grundfläche von rund 9.780 Quadratmetern sowie einen Bruttorauminhalt von rund 60.800 Kubikmetern. Die aktuellen Gesamtkosten werden auf rund 40,64 Millionen Euro brutto geschätzt. In der Summe enthalten sind bereits erwartete Preissteigerungen bis zur Mitte der Bauzeit im Jahr 2028.

Die Bauzeit beträgt 14 Monate bei einem voraussichtlichen Baubeginn im Februar 2028. Der Einzug der Feuerwehr ist für Juni 2029 geplant.