Schluss mit sexualisierter Belästigung im öffentlichen Raum!
Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Volt, SPD sowie Die Linke & Tierschutzpartei bringen gemeinsam einen Antrag gegen sexualisierte Belästigung im öffentlichen Raum in die politischen Beratungen ein. Ziel ist es, sogenanntes „Catcalling“ künftig ausdrücklich als unerwünschtes Verhalten in der Dortmunder Ordnungsbehördlichen Verordnung zu benennen und den Umgang damit strukturell zu verbessern.„Viele Menschen, insbesondere Frauen und queere Personen, erleben sexualisierte Belästigung im Alltag. Das schränkt ihre Freiheit und ihr Sicherheitsgefühl massiv ein. Wir wollen klar machen: Dortmund schaut nicht weg“, erklären Franca Fischer, Alena Blaß sowie Andrea Keßler für die drei Fraktionen.
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung einen Vorschlag zur Ergänzung der Ordnungsbehördlichen Verordnung erarbeitet. Darüber hinaus soll ein verpflichtendes Fortbildungsprogramm für den Kommunalen Ordnungsdienst entwickelt werden, um Beschäftigte im Umgang mit sexualisierter Belästigung zu sensibilisieren und Handlungssicherheit zu schaffen. Zusätzlich sollen bestehende digitale Meldestrukturen erfasst und verbessert werden.
Die Fraktionen verweisen auf aktuelle Zahlen des Bundesfamilienministeriums: Demnach haben 63 Prozent der befragten Frauen bereits Sexismus erlebt oder beobachtet; besonders häufig im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.
„Der Begriff ‚Catcalling‘ verharmlost häufig die Erfahrungen der Betroffenen. Es geht nicht um harmlose Kommentare, sondern um Grenzüberschreitungen und Einschüchterung im öffentlichen Raum“, so die Fraktionen. „Dortmund hat mit der Beteiligung am Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ bereits ein wichtiges Zeichen gesetzt. Nun müsse diesem Bekenntnis auch konkretes kommunales Handeln folgen.“