Enge Abstimmung zwischen Tiefbauamt und DOKOM21 macht den Ausbau-Turbo möglich
DOKOM21 und Stadt Dortmund haben das gemeinsame Ziel, den geförderten Glasfaserausbau bis Ende des Jahres abzuschließen. Mit Abschluss des Projekts erhalten die angeschlossenen Haushalte, Bildungseinrichtungen und Unternehmen im Fördergebiet Zugang zu einem der leistungsfähigsten Breitbandanschlüsse, die technisch verfügbar sind: Glasfaser direkt bis ins Gebäude, mit Geschwindigkeiten, die auch künftigen Anforderungen standhalten.
Nachdem die Insolvenz des Generalunternehmers das Projekt zunächst verzögert hatte, konnte DOKOM21 in den letzten zwei Jahren stark aufholen und den Glasfaserausbau erheblich beschleunigen. Nun bündeln DOKOM21 und die Stadt ihre Kapazitäten, um auf der Zielgerade noch einmal, um ordentlich Tempo zu machen. Wird das Ziel nicht erreicht, könnten die Fördergeber die Rückzahlung von Mitteln verlangen.
Die Stadt Dortmund erhält für die Erschließung der sogenannten weißen Flecken, bei der 400 Kilometer Glasfasertrassen errichtet werden, vom Bund und Land eine Fördersumme von insgesamt 87,3 Mio. Aus dem eigenen Budget fördert sie das Projekt mit 9,7 Mio. EUR. Die Stadt hat durch Ausschreibung und Ratsbeschluss DOKOM21 mit diesem geförderten Breitbandausbau für das Stadtgebiet beauftragt.
Zahl der Glasfaser-Baustellen kontinuierlich gestiegen
„Schnelles und sicheres Internet ist elementar wichtig für jeden Dortmunder Betrieb, für jede Schule, für alle Familien und jeden, der im Homeoffice arbeitet. Daher freuen wir uns, dass das Projekt geförderter Glasfaserausbau jetzt in den Endspurt geht“, sagt Dortmunds Baudezernent Arnulf Rybicki. „Dieser Endspurt stellt uns allerdings auch vor große Herausforderungen“, so der Baudezernent weiter. „Die Zunahme an Glasfaser-Baustellen wird nicht spurlos an der Verkehrssituation auf Dortmunds Straßen vorbeigehen.“
Die Zahl der Baustellen ist in den letzten Monaten bereits kontinuierlich gestiegen – und wird weiter anwachsen. Zwar sind viele kurze Tages- oder Wanderbaustellen darunter, die rasch weiterziehen. An Straßenquerungen und Kreuzungen kann es in Einzelfällen auch zu länger andauernden Arbeiten kommen. Außerdem sind Baustellen auf Umleitungsstrecken und Konflikte mit anderen Baumaßnahmen zu erwarten. Der Telekommunikationsanbieter wird die Baustellen mit einer Beschilderung als DOKOM21-Maßnahme kennzeichnen.
Straßenverkehrsbehörde im Tiefbauamt muss Antragsflut bewältigen
Eine weitere Herausforderung sind die Genehmigungsverfahren: Für rund 90 Kilometer muss das Team der Straßenverkehrsbehörde im Tiefbauamt bis zu 1.500 Anträge bearbeiten und genehmigen. Um diese enorme Summe zu bewältigen, müssen andere Baumaßnahmen zeitweise hintenanstehen. Bearbeitungsfristen des Tiefbauamts werden länger.
„Mit der engen Abstimmung auf Augenhöhe zwischen der Stadt Dortmund und DOKOM21 haben wir gemeinsam die Voraussetzung geschaffen, um diese letzten 90 Kilometer zu realisieren. Glasfaser ist Infrastruktur für Jahrzehnte, nicht für Quartale“, erklärt Marko Iaconisi, Geschäftsführer von DOKOM21.
Eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau
Neben dem geförderten Glasfaserausbau durch DOKOM21 sind fünf weitere Unternehmen eigenwirtschaftlich im Stadtgebiet unterwegs. Den jeweiligen Status der Ausbaugebiete kann man auf den Websites der Anbieter einsehen. In Dortmund haben neben DOKOM21 diese Unternehmen angekündigt, ein Glasfasernetz aufbauen zu wollen:
- 1&1
- Deutsche Telekom
- Deutsche Giganetz (DGN)
- OXG
- Westconnect
Hier geht’s zur interaktiven Breitband-Karte des Bundes, die die Breitbandverfügbarkeit im Stadtgebiet anzeigt: Breitbandatlas Karte