Büro BOGL ApS aus Kopenhagen als Generalplaner beauftragt

Die Kampstraße soll zu einer grünen Parkpromenade werden – eine schattige Kühl-Oase mit abwechslungsreichen urbanen Räumen, üppiger Bepflanzung, Farbenpracht und deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen.
© Büro BOGL ApS
„Die Kampstraße soll zu einer grünen Parkpromenade mitten in Dortmund werden – eine schattige Kühl-Oase mit abwechslungsreichen urbanen Räumen, üppiger Bepflanzung, Farbenpracht und deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen. Ein zweispuriger Radweg soll sich durch den städtischen Raum schlängeln und eine effiziente, schöne und sichere Verbindung durch die Innenstadt schaffen.“ So beschreibt das dänische Büro BOGL ApS seinen Entwurf für die Umgestaltung der Kampstraße, für den es den Zuschlag als Generalplaner erhält.
Viel Grün auf der multifunktionellen Achse
Als „beste Lösung zur Adressbildung und als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Dortmund“ bewertet eine Fachjury den Entwurf. Gelobt werden die dynamisch gestalteten Grüninseln, die für eine „vielfältige Erlebbarkeit des Raumes“ sorgen, und die integrierte und innovative Berücksichtigung des Radverkehrs. Zur Jury gehörten Vertreter*innen der Politik und Stadtverwaltung sowie externen Landschaftsarchitekt*innen und der Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Dortmund.
Das Architekturbüro Atelier Fritschi + Stahl stimmt der teilweisen Überplanung seines urheberrechtlich geschützten ursprünglichen Entwurfs für die Kampstraße zu. Prof. Niklaus Fritschi führt an, dass ihm die Aufenthaltsqualität der Kampstraße, Entsiegelung und schattenspendendes Grün am Herzen liegen. Er befürwortet, dass Klimagerechtigkeit oberste Priorität genieße und auch Insekten und Schmetterlinge einen Platz in der City finden sollten.
Positive mikroklimatische Wirkungen durch weitreichende Entsiegelung
Der Auftragsvergabe vorausgegangen war ein umfangreicher Beteiligungsprozess im vergangenen Jahr unter dem Titel „Re:Kampstraße“. Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität waren bereits wichtige Vorgaben in der Aufgabenbeschreibung der Stadtverwaltung. Das ausgewählte Entwurfskonzept setzt auf eine weitreichende, gestalterisch qualitätsvolle Entsiegelung der Kampstraße. Dadurch werden besonders im Hochsommer bzw. an Hitzetagen positive mikroklimatische Wirkungen erzielt. Das Umfeld der Reinoldikirche soll deutlich aufgewertet und auch als Veranstaltungsort attraktiver werden.
Die nächsten Schritte: Infoveranstaltung und Baubeschluss
Als Abschluss des Partizipationsprozesses „Re:Start Kampstraße“ stellen die Stadt und das Büro BOGL ApS den ausgewählten Entwurf interessierten Dortmunder*innen in einer öffentlichen Veranstaltung am 30. September 2026 von 18 bis 20 Uhr im Rathaus vor. Wer Interesse an einer Teilnahme am „KAMP:TALK“ hat, muss sich vorher anmelden: https://doo.net/veranstaltung/232686/buchung. Die Stadt Dortmund stellt nach der Veranstaltung auf ihrer Homepage auch die anderen Beiträge zur Umplanung der Kampstraße bereit. Alle Arbeiten werden außerdem vom 2. bis zum 11. Oktober in der Berswordthalle ausgestellt.
So geht es weiter
BOGL ApS wird als nächstes gemeinsam mit den städtischen Planer*innen und der Projektsteuerung Drees & Sommer die Planung weiter verfeinern. Dabei werden auch die Restriktionen der Kampstraße mit zahlreichen Leitungen und oberflächennahen Bauteilen der Stadtbahn sowie funktionale Anforderungen von Feuerwehr, Lieferverkehr und Veranstaltungen berücksichtigt. Auf Grundlage der angepassten Planung entscheidet der Rat dann schließlich über den Baubeschluss zur klimaangepassten Gestaltung der Kampstraße.