Eröffnung des help and hope-Hauses auf dem Gut Königsmühle
Von Cawi Schmälter
Das berühmte Trapattoni-Zitat, leicht in eine „wir-Form“ umgewandelt, passt auch perfekt zur Eröffnung des neuen help and hope-Hauses auf dem Gut Königsmühle. Denn das „wir“ war Sandra Heller, der Vorsitzenden der gemeinnützigen Stiftung in ihrer Eröffnungsrede ganz besonders wichtig. „Wir“, das umfasst alle Menschen, die mit ihrem Einsatz, ihrer Arbeit, aber insbesondere auch mit Ihrer Spende zum Gelingen ihres anspruchsvollen Vorhabens beigetragen hatten.
Fast ein wenig zaghaft, aber auch mächtig stolz erwähnte Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti in seinem Grußwort die gewaltige Summe von 7 Millionen Euro, die ausschließlich aus Spendengeldern aufgebracht werden konnten, um das Prachtwerk zu vollenden.
Aber fertig, das sind die Mitarbeiter/innen der Stiftung noch lange nicht. Immer reifen neue Ideen, wie man auf dem weitläufigen Gelände etwas Neues den Kindern und Jugendlichen anbieten kann. So zum Beispiel das mit Promis besetzte GoKart-Rennen am nächsten Samstag, bei dem man sich das ambitionierte Ziel gesetzt hat, einen Betrag von 100.000 Euro einzufahren.
Das Rennen findet in Kooperation mit der „Stiftung RTL- Wir helfen Kindern e.V.“ statt. Man hofft auf viele Besucher. Der moderate Eintritt (ausschließlich gedacht für die Sicherheits- und Kapazitätsgrenzen auf dem Gelände) beträgt 1,60 Euro.
Nun heißt es aber zunächst, das neue Haus mit Leben zu füllen. Die über 150 Gäste, die die Stiftung zur Eröffnung zum 17. September eingeladen hatte und die in irgendeiner Funktion, insbesondere mit ihren Spenden, zum Erstellen des imposanten Gebäudes beigetragen hatten, wurden mit einem. Buffett aus der Küche des Neubaus verwöhnt. Sie nutzten in diesem Rahmen die Möglichkeit, alle Räume des Hauses zu besichtigen.
Bevor 2027 die ersten Schulklassen oder Jugendgruppen als Gäste im Haus begrüßt werden, möchte man mit Testübernachtungen die Abläufe trainieren. Einige Anmeldungen sind bereits für das neue Jahr entgegengenommen worden, es gibt aber noch genügend Möglichkeiten, um einen Aufenthalt zu reservieren.
Wichtig war den Planern und Erbauern des Hauses, dass es klimagerecht erstellt wird. Mit Wärmepumpe, einem Gründach auf der Westseite und eine Photovoltaikanlage gen Osten wurde alles dafür getan. Platz ist für bis zu 98 Kinder und Jugendliche und ihre Betreuungspersonen. Ein dreitägiger Aufenthalt mit zwei Übernachtungen, Vollpension und 8 bis 10 Stunden pädagogisches Programm wird mit 138 Euro veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten seien höher, so Sandra Heller, deshalb sei man weiter auf Spenden angewiesen.
Bildquelle: help and hope, Christian Schwalm