Eigenbetrieb Stadtentwässerung legt Gebührensatzung und Wirtschaftsplan vor
Die Steigerungen sind unter anderem auf gestiegene Mitgliedsbeiträge und Abwasserabgaben an Wasserwirtschaftsverbände zurückzuführen. Diese stellen mit rund 46 Prozent die größte Einzelposition der durch Gebühren zu deckenden Kosten dar. In diesem Bereich wird mit einer Kostensteigerung von rund 4 Prozent (rund 3,81 Mio. Euro) kalkuliert.
Der anhaltende Anstieg der Energie- und Materialkosten übertrug sich zudem auf die Baukosten und wirkt sich somit auf die auf die Kostenansätze der Kalkulation aus. Für das Jahr 2027 gilt ein gestiegener Preisindex für Ortskanäle auf 262,82 Prozent bezogen auf das Basisjahr 2000 mit 100 Prozent. Hieraus ergibt sich eine Steigerung bei den Abschreibungen von rund 4,7 Mio. Euro (10 Prozent).
Zur Abmilderung der notwendigen Kostensteigerungen verteilt der Eigenbetrieb die Kostenunterdeckungen aus den Jahren 2023, 2024 und 2025 auf jeweils drei Jahre. Die Kostenunterdeckung aus dem Jahr 2023 wird mit rund 3,3 Mio. Euro, die Kostenunterdeckung aus dem Jahr 2024 mit rund 4,2 Mio. Euro und die Kostenunterdeckung aus dem Jahr 2025 mit rund 0,3 Mio. Euro kostenerhöhend berücksichtigt. Beim Bereich Niederschlagswasser ergab sich im Jahr 2025 hingegen eine Kostenüberdeckung in Höhe von rd. 5,5 Mio. Euro, die die Stadtentwässerung nun zur Kompensation der Unterdeckungen über drei Jahre mit jeweils einem Drittel gebührenmindernd ansetzt.
Die gesamten durch Gebühren zu deckenden Kosten belaufen sich auf 200,5 Mio. Euro. Für die Entwässerung der städtischen Straßen, Wege und Plätze trägt die Stadt Dortmund einen Eigenanteil in Höhe von 30,4 Mio. Euro.
Im Vergleich der Abwassergebühren von Großstädten in Nordrhein-Westfalen liegen die Dortmunder Abwassergebühren weiterhin im Landesdurchschnitt.
Wirtschaftsplan für 2027
Die Stadtentwässerung hat außerdem ihren Wirtschaftsplan 2027 vorgelegt. Die Betriebsleitung des Eigenbetriebs plant für 2027 mit Erträgen von rund 213 Mio. Euro. Die Aufwendungen werden mit rund 173,8 Mio. Euro veranschlagt.
Im kommenden Jahr machen die Abwassergebühren mit 200,5 Mio. Euro den größten Anteil an den Erträgen aus. Die höchsten Kostenblöcke sind die Beiträge an Wasserwirtschaftsverbände mit 92,4 Mio. Euro, die Abschreibungen mit 22,7 Mio. Euro, die Personalaufwendungen mit 24,2 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen mit 12 Mio. Euro.
Für Investitionen stehen dem Eigenbetrieb für das Jahr 2027 rund 28,4 Mio. Euro zur Verfügung. Zu den wichtigsten Baumaßnahmen gehören die Projekte Neuer Graben / Große Heimstraße, Bodelschwingher Bachkanal und Kampstraße. Darüber hinaus realisiert die Stadtentwässerung zahlreiche weitere Bauvorhaben im gesamten Stadtgebiet.
Den geplanten Jahresüberschuss investiert die Stadtentwässerung wieder in das über 2.000 Kilometer lange Dortmunder Kanalnetz.