Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen

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Frei leben ohne Gewalt – Dortmund zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Der gestrige Samstag war der Internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen. *

Er sollte daran erinnern und in unser aller Bewusstsein bringen, dass das Thema „Gewalt an und gegen Frauen“ nach wie vor sehr aktuell ist. Überall in der Welt, auch bei uns, werden vor allem Frauen Opfer von Gewalt. Diese Gewalt kommt in allen sozialen Schichten vor. Insbesondere häusliche Gewalt findet mitten in unserer Gesellschaft statt.

Der Gedenktag will auf diese Situation aufmerksam machen und dabei die Öffentlichkeit auffordern, hinzusehen und zu handeln. International und auch in Deutschland finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen an diesem Tag und zu diesem Thema statt. Dabei handelt es sich sowohl um Informationsveranstaltungen als auch um Gottesdienste.

Das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund hatte zusammen mit Vertreterinnen von insgesamt 36 Dortmunder Frauenverbänden und -vereinen diesen Gedenktag zum Anlass genommen, am Dortmunder Rathaus die blauen Terre-des Femmes-Fahnen zu hissen, um ein Zeichen internationaler Solidarität zu bekunden. »Frei leben – ohne Gewalt« ist auf der Flagge zu lesen. 
Dazu hatten die Organisatorinnen Informationsmaterial vorbereitet, aus dem hervorging, welchen Appell sie an Politik und Gesellschaft richten.

Die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Veranstaltung war anfangs eher  zurückhaltend. Die Organisatorinnen hatten sich eine größere Resonanz erhofft und schienen etwas enttäuscht. Das änderte sich jedoch, als im Laufe des Treffens aus allen Richtungen weitere Abordnungen hinzukamen. „Derartige Veranstaltungen sind keine Selbstläufer. Es ist mühsam, aber auch notwendig, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren“, so dann doch das insgesamt positive Fazit der Aktivistinnen.

*Zusätzliche Informationen

Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Sie haben die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel. Dabei sollen vor allem Themen wie Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat angesprochen werden. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen einsetzen.
Hintergrund dieses Gedenktages ist das international bekanntgewordene Schicksal der Schwestern Mirabal. Sie waren Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen anerkannt.
Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!
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