Musik liegt in der Luft

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Musiklehrer an der Reinoldi-Sekundarschule Bodelschwingh hat große Ziele

Einen besonderen Erfolg gab es kurz vor Weihnachten von der Reinoldi-Sekundarschule in Bodelschwingh zu vermelden. Der Musiklehrer der Schule, Harald Berger, wohnhaft in Münster und seit 25 Jahren dort u.a. als Leiter des gemischten Chores „Junger Chor Münster“ tätig, hatte es mit diesem Chor bis in das Finale des WDR-Wettbewerbs „Bester Chor im Westen“ geschafft.

Aus den rd. 700 Chören zu den besten fünf zu gehören, das ist schon eine beachtliche Leistung. Allerdings war das keine Eintagsfliege, denn der Chor, der sich aus SchülerInnen, Azubis und Studierenden zusammensetzt, konnte in der Vergangenheit bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben im In- und Ausland gewinnen.

Neugierig macht nach dieser Einleitung, was Harald Berger an der Reinoldi-Sekundarschule in Bodelschwingh treibt. Das ist kurz erzählt:
Der 57-jährige Musiklehrer ist seit Schuljahresbeginn im letzten Jahr in der Bodelschwingher Schule als „Seiteneinsteiger“ eingestellt. Das ist für ihn die erste normale Stelle als Lehrer. Vorher war er über einen Zeitraum von 15 Jahren an verschiedenen Schulen im Raum Münster als Honorarkraft tätig. Seine Aufgaben waren dabei vielfältig; z. B. Aufbau und Leitung von Schulchören, Aufbau und Leitung von Klassen- und Schulorchestern, Einstudierung von Musicals. Und zusätzlich hat er über einen Zeitraum von insgesamt 37 Jahren an verschiedenen Musikschulen in Münster Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterrichtet, bevor er jetzt nach Bodelschwingh gekommen ist.

 

Bei all seinen bisherigen Tätigkeiten kam ihm seine Ausbildung an der Musikhochschule der Universität Münster zugute. Hier hatte er im Studiengang Instrumental-Pädagogik das Fach „Klassische Gitarre“ belegt und zusätzlich „Gesang“ als Pflichtfach. Nach dem Studium interessierte er sich zusätzlich als „Seiteneinsteiger“ für die Chorleitung. Das Ergebnis ist bekannt. Mit dem „Jungen Chor Münster“ hat er – von dem kürzlichen Erfolg abgesehen – auch vorher schon gute Arbeit geleistet: Es wurden inzwischen mehrere CDs aufgenommen und fünfmal ist er mit der Gruppe zu einer Konzertreise in die USA eingeladen worden.

 

Befragt nach seinen Vorstellungen für die Arbeit in der Sekundarschule ist ihm der Hinweis wichtig, dass er im Team mit einem weiteren Musiklehrer arbeitet, d.h. er ist kein „Alleinunterhalter“ und er betritt somit auch nicht „musikalisches Neuland“. Ein Teil seines Stundenkontingents wird vom Curriculum für den Musikunterricht an der Sekundarschule bestimmt. Aber er möchte auch zusätzlich systematische Aufbauarbeit für einen Schulchor und für unterschiedliche Musikgruppen leisten. Hierfür ist wöchentlich erstmal jeweils eine Unterrichtsstunde vorgesehen. „Das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern ist riesig. In jeder Pause ist im Musikraum großes Gedränge, der Wunsch, sich musikalisch zu betätigen ist enorm“, stellt Harald Berger erfreut fest. 
Am „Tag der offenen Tür“ habe es kürzlich eine Premiere der ersten Schülerband gegeben. Mit einem kleinen Repertoire aus Jazz- und Rockstandards – auf beachtlichem Niveau vorgetragen – habe die Formation großen Applaus bekommen.
Der nächste Auftritt ist für den Sommer beim Stadtteilfest Westerfilde geplant.

Es macht den Musiklehrer zuversichtlich, dass es gelingen wird, die vielfältigen musikalischen Begabungen der Schülerinnen und Schüler gezielt weiterzuentwicklen.

Hierbei ist ihm der erhoffte Erfolg zu wünschen.

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