Schnell nochmal den Müll entsorgen (5)

Vorsicht Nunkies – Groppenbruch ist ein vermintes Gelände

Groppenbruch ist bevorzugtes Gebiet für sogenannte Nunkies. Manch einer der meint, seinen Müll und Abfall dort auf die Schnelle problemlos entsorgen zu können, wird sich möglicherweise wundern. Denn sie haben die Rechnung ohne die „Groppenbruch-Initiative” gemacht.

Die sieht die Auseinandersetzung mit den illegalen Müllentsorgern im Augenblick noch sportlich, fragt sich allerdings, ob sich der Ortsteil langsam aber sicher zu einem rechtsfreien Raum entwickelt.

Aber alles der Reihe nach:
Der Bewohner eines Hauses in der Mengeder Heide staunte nicht schlecht, als er kürzlich am frühen Morgen eine Haufen Müll in seinem Vorgarten liegen sah. Bei näherem Hinsehen war dann unstrittig, dass es sich um seinen am Abend vorher im Siesack unter der Autobahnbrücke abgeladenen Müll handelte. Schön, dass wenigstens die Familienangehörigen dem „Nunkie“ ordentlich zusetzten.

Tage später wurde ein Kleingartenverein in Dortmunder Nordwesten besucht und mit dem Müll des letzten Vereinsfestes konfrontiert. Die angesprochenen Personen konnten sich das ganze gar nicht erklären und wiesen alles von sich. Erst als die Rechnung vom Partyservice präsentiert wurde, war man einsichtig.

Das ist natürlich besonders traurig wenn man sieht, mit welcher Mühe einerseits die Kleingärten bzw. die Vorgärten gepflegt und sauber gehalten werden und wie leichtfertig anderseits der Müll dann einfach in der Landschaft entsorgt wird.

Doch wir sind noch nicht fertig:
Zum wiederholten Mal fanden am Mittwoch letzter Woche nach glaubhaften Aussagen von Anwohnern und Jägern Schiessübungen in Groppenbruch statt. Die herbeigerufenen Ordnungshüter sahen das allerdings völlig anders: Harmloses Feuerwerk!

Dann ereignete sich am Donnerstag nachfolgende an Dreistigkeit kaum zu überbietende Geschichte.
Ein LKW mit Anhänger hatte die Absperrungen zur ehemaligen Fahrzeugwaage des RAG-Geländes umfahren und soeben eine Ladung Grünschnitt abgeladen. Zwei Personen waren damit beschäftigt, Teile des Absperrzaunes zu demontieren – offenbar dachten sie ökonomisch: “Warum denn mit leerem Anhänger die Heimreise antreten.”

Sie wurden auf ihr Tun angesprochen und erwiderten, man habe den Auftrag der Stadt Dortmund, den Zaun zu befestigen. Sie übersahen dabei wohl, dass sie sich auf RAG-Gelände befanden.
„Na – ja“, dachten sich die unerwünschten Beobachter, „warten wir ab, denn irgendwann müssen die das Gelände ja über die Wiese verlassen, über die sie gekommen sind.
Das war ein Irrtum, denn der LKW hatte das Gelände auf einem anderen Weg verlassen. Dabei wurde der nur mit einem speziellen Schlüssel zu öffnender Absperrpfahl einfach abgesägt.

Die Vorgänge wurden der Polizei und RAG gemeldet. Abzuwarten bleibt, ob diese Meldung – ggf. welche – Folgen haben wird.

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