Politiker und Experten fordern “Sozialwende jetzt!”

Abgeordnete und Fachleute sehen den sozialen Frieden gefährdet

“Deutschland ist reich. Wir häufen riesige Vermögen an. Allein in den nächsten zehn Jahren werden 3-4 Billionen € vererbt. Das Volkseinkommen, die Summe der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, ist selbst zwischen 2012 und 2015 um 10 % gestiegen. Umso absurder, dass gleichzeitig die Ungleichheit besonders in Deutschland besonders groß ist und die Armutsgefährdung wächst. Immer weniger Menschen profitieren vom Wachstum. Die soziale Marktwirtschaft gibt es nicht mehr. Aus der Aufstiegs- wird immer mehr eine Abstiegsgesellschaft. Nur 36 Milliardäre vereinigen auf sich ein Vermögen, welches sich ansonsten 41 Millionen Menschen in Deutschland teilen müssen.”

Mit diesen alarmierenden Zahlen beginnt das Positionspapier „Sozialwende jetzt!“ von Initiator und Autor des Dortmunder SPD-Abgeordneten Marco Bülow, das er in Zusammenarbeit mit neun Fachleuten und Abgeordneten erstellt und letzten Montag (19.06.2017) der Öffentlichkeit präsentiert hat. Ein Fokus liegt dabei auf Thematiken, die im Ruhrgebiet eine wichtige Rolle spielen. „Die wollen wir auf den überregionalen Ebenen vertreten. Unsere Forderungen gehen über die typischen Forderungen hinaus und machen deutlich in welcher sozialen Schieflage wir uns befinden”, erläuterrt Marco Bülow.

In acht Kapiteln

  • Gute Arbeit,
  • Kommunen im Lebensmittelpunkt,
  • Pakt für Chancengleichheit,
  • Selbstständige Stärken,
  • Gutes Leben im sozialen Quartier,
  • Rente und
  • Krankenversicherung,

die danach gegliedert sind, was nach Ansicht der Autoren in Deutschland falsch läuft und was sie besser machen wollen. Zum Schluss stellen sie jeweils konkrete Forderungen an den Bund.

Das Thema Gerechtigkeit wird auch im Wahlprogramm der SPD behandelt. „Doch eine Wende geht deutlich darüber hinaus und bedeutet einen Aufschlag, der besonders der Region Ruhrgebiet zugute kommen soll“, betont Bülow und weiter: „Das Sozialwendepapier ist unsere Anforderung an die Zukunft und wir werden uns dafür innerparteilich und in der Öffentlichkeit engagieren. Wir werden es diskutieren und Bündnispartner finden, damit wir durchsetzungsfähig werden.“ Am 12. Juli wird es auch eine öffentliche Kundgebung auf dem Reinoldikirchplatz geben.

sitzend: v.l. Anja Butschkau (MdL), Prof. Dr. Dietmar Köster (Europaabgeordneter), Marco Bülow (MdB). stehend v.l. Dr. Andreas Bach (CE-Consult), Dr. Matthias Albrecht (Gesundheitsexperte), Eberhard Weber (ehemaliger DGB-Kreisvorsitzender), Michael Groß (MdB)

Den kompletten Text “Sozialwende jetzt!” finden Sie unter folgendem Link:
https://www.marco-buelow.de/wp-content/uploads/PDFs/Aktuelles/Sozialwende-jetzt.pdf

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