Drei Dinge, die wir in der letzten Woche gelernt haben

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Weiterbetrieb der belgischen AKWs – Seehofer in die Klapse – „Nordwärts“

Deutsche Reaktor-Sicherheitskommisssion (RSK) * stimmt Weiterbetrieb der belgischen AKWs zu
Die beiden AKWs Thinge 2 und Doel 3 können nach Auffassung der deutschen RSK auch künftig sicher betrieben werden.

Anzahl und Größe der Risse nähmen nicht signifikant zu und stellten auch bei Störfällen keine zusätzlichen Risiken dar. Für eine umgehende Abschaltung gibt es in Deutschland ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Kommunen und Politkern.

NRW Ministerpräsident Armin Lascht zählt zu den Unterstützer, ebenfalls die ehemalige Bundesumweltministern Barbara Hendricks (SPD). Die amtierende Bundesumweltministerin Svenja Schulze hält die offenen Sicherheitsfragen laut taz vom 11.7.18 „nun für weitgehend geklärt“. Das sehen die Gegner natürlich ganz anders. Aus deren Sicht kann ein Druckbehälter mit Rissen nicht die gleiche Widerstandskraft aufweisen wie ein unversehrter.

* Die RSK berät das Bundesumweltministerium in Fragen der Sicherheit von AKWs und der Atommüllentsorgung

Seehofer – ab in die Klapsmühle
In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? Noch im Jahr 2015 haben sich viele Menschen in unserem Land gegenüber den Flüchtlingen hilfsbereit, tolerant, solidarisch und menschenfreundlich verhalten. Das war im Grunde selbstverständlich, gleichwohl grandios. Inzwischen müssten sie sich für ihre mitmenschliche Haltung vemutlich entschuldigen. Rettung aus Seenot beispielsweise ist inzwischen zur Straftat geworden.
Da ist die Frage erlaubt, wer von den politischen Mitstreitern Seehofers aus CDU, CSU und SPD eigentlich noch dagegen hält, wenn sich der Mini-Trump aus Bayern zu Wort meldet. Schämt sich niemand, wenn er seinen „Masterplan“ vorstellt und auf den – ungewollten – Zusammenhang seines 69. Geburtstages mit den 69 Personen verweist, die an diesem Tag nach Afghanistan zurückgeführt wurden. „Das war nicht von mir bestellt, aber das liegt weit über dem, was bisher üblich war.“
Hybris nennt man eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts, die häufig verbunden ist mit Realitätsverlust und Überschätzung der eigenen Kompetenzen.
Unter normalen Umständen hätte Seehofers Tun für seine Entlassung und/oder für eine Einweisung in eine geschlossene Anstalt ausgereicht.

Zum Schluss: Neues aus „Nordwärts“

Der Stadtbezirk Mengede hat bisher nicht viel Freude am viel gepriesenen Generationen-Projekt „Nordwärts“.  Mancher fragt sich, ob es sich hierbei  vorwiegend um sog. Scheinaktivitäten handelt. Wie anders sollte z. B. der geplante Bürgerwettbewerb zur Namensgebung des Hochwasser-Rückhaltebeckens der Emscher auf der Stadtgrenze zu Ickern bezeichnet werden.
Wirklich wichtige Entscheidungen zu Lasten des Stadtbezirks werden dagegen mit minimalster Beteiligung vorbereitet. Übertrieben? Dann sehen wir uns doch mal die geplante Verlagerung eines Teils des Schwerlastverkehrs von der B1 auf die A 45 an; oder die Ausweisung einer Konzentrationszone für Windkraftanlagen am Bodelschwingher Berg; oder die voraussichtliche Nutzung des Kraftwerkgeländes Knepper durch Logistik-Unternehmen; oder die Ausweisung eines Industriegebietes am Rande von Mengede durch die Stadt Waltrop – direkt angrenzend an Groppenbruch.
Das ist alles kein  Zufall, sondern von langer Hand geplant, so dass die Frage erlaubt ist: Will man uns mit „nordwärts“ Sand in die Augen streuen oder weiß in der Verwaltung die eine Hand nicht, was die andere tut?

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