Ein Winzling namens Corona hält die Welt in Atem

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  Gedanken über einen Fiesling

von Cawi Schmälter

Da wollen die Menschen den Mars besiedeln – eine unwirtliche eisige Staubwüste, ohne Atmosphäre, mit Temperaturen zwischen +20 ° und -85 ° Celsius und schaffen es nicht, auf ihrem Heimatplaneten Erde Ordnung zu halten. Den Klimawandel nehmen wir resignierend, nein ignorierend zur Kenntnis, immer in der Illusion, alles Zukünftige beherrschen zu können. „Macht euch die Erde untertan“… ein göttlicher Auftrag, der durch unser Handeln pervertiert wird.

Wir beuten unseren Planeten aus, als gäbe es kein morgen, wir suchen vergeblich nach einem Erdloch, in dem wir für Millionen Jahre unseren Atomdreck vergraben können, wir schlagen uns seit Jahrhunderten die Köpfe ein, führen Kriege mit Panzern und Kanonen, bewerfen uns mit Gift und Bomben und vernichten die elementaren Lebensgrundlagen von Flora, Fauna und der uns nachfolgenden Generationen.

Wir haben uns schon daran gewöhnt: Vermüllte Ozeane, Abschmelzen der Eismassen in Arktis und Antarktis,  extreme Wetterlagen und Anstieg der CO2-Belastung nehmen die meisten von uns  achselzuckend zur Kenntnis. Die Argumente der frydays for future – Aktionisten werden von den Regierenden ignoriert und sogar von Karikaturisten („Nur der Nuhr“) lächerlich gemacht.

Ein mikrokleiner und böser Kobold mit dem schönen Namen Corona lehrt uns plötzlich das Fürchten. Corona ist spanisch und heißt Krone und dieses „Mikro-Krönchen“ hält die Welt in Atem. 

Sein Durchmesser wird bei Wikipedia mit max. 160 Nanometer (nm) angegeben. Zur Erinnerung: Ein Zentimeter ist so lang wie 10 Millimeter, wie 10.000 Mikrometer, wie 10.000.000 Nanometer. 

Winzig,  aber mächtiger als alles Kriegsgerät!

Ein Virus, das so klein ist, dass es notwendig ist, einen besser zu handhabenden Vergleich anzustellen. Nehmen wir eine Centmünze. Ihr Durchmesser beträgt 16 Millimeter und auf ihr wäre es theoretisch möglich,  eine unvorstellbare Anzahl von 10 Milliarden Coronaviren hübsch nebeneinander auf ihrer Oberfläche zu platzieren. 

 

Noch anschaulicher wird es, wenn wir das Virus  gleichsetzen mit der Größe unserer Centmünze und mit demselben Vergrößerungsfaktor hochrechnen. Wir erhalten ein Gebiet mit einem Durchmesser von 1,6 km. Wie auf dem Bild zu sehen, fast so groß wie unser Mengede!*

COVID-19, eine  Pandemie mit bisher unvorstellbarem Ausmaß in wenigen Wochen, eine Unzahl von Infizierten und Tausenden von Verstorbenen, ist das Werk dieses mordenden Fieslings. Die Welt steht still und es bleibt nur die vage Hoffnung, dass dieser Spuk möglichst bald vorbei ist. 

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* Für alle Leser/innen, die das nachrechnen wollen: 

Fläche Virus: r² * π = 80 nm * 80 nm * 3.14 = 20.096 nm² (gerundet: 20.000 nm²)

Fläche Cent:  r² * π = 8 mm * 8 mm  * 3,14 = 2 cm² = 200 mm² = 200.000.000.000.000 nm²

Fläche Cent verhält sich zu Fläche Virus wie:

200 000 000 000 000 nm² : 20.000 nm²  

oder einfacher: 2* 10 14  nm² geteilt durch 2 * 10 4  nm²

Ergebnis: 10.000.000.000 (= 10 10)  Die Fläche des Centstücks ist also 10 Mrd. mal so groß wie die des Virus.

Die Fläche der Centmünze ist 2 cm2

Mit der  Umstellung der Kreisflächenformel berechnen wir nun die Geländefläche.

r in cm = √ 2cm * 10.000.000.000 / 3,14 = 79.808 cm   = 800 m (gerundet). Der Kreisdurchmesser im Gelände ergibt sich somit auf 1,6 Kilometer.

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