Weiterbau der L 663n (OWIIIa) bleibt kontrovers

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Dennoch: Einigkeit über weitere planerische Schritte

Reiterhof – vor geplantem Ausbau der OW IIIa

Zu einem Gespräch über den Weiterbau der L663n (OWIIIa) hatte die Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) Dortmunder Kommunalwahl-Kandidat*innen verschiedener Parteien nach Wickede eingeladen. Anlass war die Absicht der Stadt, die Planung durch die Einstellung von zwei Mitarbeitern in der Planungsverwaltung voran zu treiben.
Auf der geplanten Trasse an der Eichwaldstraße im Norden von Wickede konnte die Bürgerinitiative Kandidat*innen von SPD, Grünen, Linken und FDP begrüßen. Die CDU war der Einladung nicht gefolgt.

OB-Kandidat Thomas Westphal (SPD) betonte die Notwendigkeit der L 663n zur Entlastung des Hellwegs, allerdings solle die Straße nur zwei- statt vierspurig gebaut werden und keinen Lkw-Durchgangsverkehr aufnehmen.
Ingrid Reuter (GRÜNE) sprach sich gegen den Weiterbau aus. Sie verwies auf die Zerstörung eines ökologisch wertvollen und lärmarmen Naherholungsgebietes und zweifelte an der Entlastungwirkung für den Hellweg.
OB-Kandidat Utz Kowalewski (Linke) betonte, dass der Hellweg auch ohne L663n entlastet werden könne. Dazu solle eine Planungswerkstatt im kommenden Jahr durchgeführt werden. Eine der artenreichsten Lebensräume Dortmunds dürfe keiner vermeidbaren Straßenplanung zum Opfer fallen.
FDP-Ratskandidatin Susanne Bartolomé befürwortet den Neubau der Straße, allerdings müsse ein spürbarer Entlastungseffekt für den Hellweg erreicht werden.

Einig war man sich, dass zunächst die Verkehrs- und Umweltgutachten aus den Jahren 2009 und 2011 gesamträumlich aktualisiert werden müssten. Es müsse verhindert werden, dass überregionaler Lkw-Verkehr angezogen wird. Hierbei sei auch die Planung der Nordspange sowie die Ausweitung der Naturschutzgebiete „Wickeder Holz“ und „Wickeder Ostholz“ mit dem Pleckenbrinksee zu berücksichtigen.

Reiterhof nach geplantem Ausbau der OWIIIa (Montage)

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollten mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Umweltverbänden und Bürgerinitiativen diskutiert werden, bevor das Linienbestimmungs- und Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird. Hierzu gehören auch verkehrsberuhigende Maßnahmen auf dem Hellweg, die unabhängig vom Weiterbau der L663n realisiert werden können.

Text: Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF); Fotos: Willy Auffahrt / BISuF
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