Notschlafstelle Leuthardstraße – GRÜNE & Volt und LINKE & Tierschutz fordern Öffnung bis zu einer dauerhaften Lösung
Die Fraktionen GRÜNE & Volt sowie LINKE & Tierschutz begrüßen, dass die Verwaltung Ende der vergangenen Woche kurzfristig eine Notschlafstelle für obdachlose Menschen in der Leuthardstraße eingerichtet hat. Damit hat die Verwaltung einen Dringlichkeitsantrag der beiden Fraktionen in der letzten Sitzung des Rates Mitte Dezember umgesetzt, nach dem Scheitern der Planungen für Übernachtungsmöglichkeiten an der Treibstraße unverzüglich eine zusätzliche zentrale und fußläufig von der City aus zu erreichende Interimslösung für obdachlose Menschen einzurichten.
“Es war gut und bei den eisigen Temperaturen der letzten Tage bitter notwendig, auf Grundlage unseres Antrags diese zusätzliche Notschlafstelle zur Verfügung zu stellen. Und die Zahlen zeigen, dass das Angebot von den betroffenen Menschen auch angenommen wird. Es ist Aufgabe der Stadt, Menschen in existenzieller Not zu schützen, niemand darf in Dortmund erfrieren. Aber noch ist der Winter lange nicht vorbei. Wir unterstützen deshalb erste Überlegungen der Verwaltung, den Betrieb der Leuthardstraße über die bisher genannte Schließung Ende dieser Woche fortzusetzen”, kommentiert Anna Flacke, Mitglied von GRÜNE & Volt im Sozialausschuss.
Das würde auch einem weiteren Punkt aus dem Antrag der beiden Fraktionen entsprechen.
„Der Rat hat mit unserem Antrag auch beschlossen, den Betrieb einer weiteren Notschlafstelle bis zur Umsetzung einer dauerhaften Lösung aufrechtzuerhalten. Diese dauerhafte Lösung ist aber nicht in Sicht. Jeder weitere kalte Tag erhöht das Risiko weiterer Kältetoter. Die Leuthardstraße erfüllt viele Kriterien, um sie temporär auch weiter zur Verfügung zu stellen. Das sehen und fordern inzwischen auch viele Akteur*innen der Obdach- und Wohnungslosenhilfe. Insbesondere die Nähe zur Innenstadt ist für viele obdachlose Menschen ein wichtiger Punkt“, erklärte Fatma Karacakurtoğlu, Vorsitzende der Fraktion LINKE & Tierschutz.
Beide Fraktionen gehen davon aus, dass die Verwaltung dies in ihre weiteren Überlegungen zur Notschlafstellen einfließen lässt und darüber ausführlich im nächsten Sozialausschuss berichtet.