3. Sitzung der Bezirksvertretung Mengede

Amtshaus Mengede; Foto: C.S.

Vortrag der Interessengemeinschaft Kreuzloh/ Langenacker über Missstände in der Umgebung im Rahmen der Segro-Baustelle

Von Cawi Schmälter

Nach dem vom Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann wie gewohnt routiniert abgewickelten Eröffnungsprocedere befassten sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Mengede in ihrer inzwischen 3. Sitzung mit dem Dauerthema Segro-Gewerbepark. Jörg Sandmeier und Nenad Nemarnik, die Vertreter der Interessengemeinschaft Kreuzloh/Langenacker, berichteten mit Zorn, aber auch bereits mit Resignation, über das Fortschreiten der Baumaßnahmen bei denen Belastungen der Anlieger unnötig in Kauf genommen würden. Vergossene Milch! So hätte zum Beispiel die Verbreiterung der Straße Königshalt besser auf der gegenüber liegenden Straßenseite vorgenommen werden sollen! Noch übler sei, so beklagten sie, dass ein geplanter LKW-Parkplatz, entgegen der ursprünglich vorgesehenen Verortung, nun direkt gegenüber der Wohnsiedlung angelegt werde. Und das ohne Zugangsbeschränkung (z. B durch Installation einer Schranke). Absehbar sei, so die Berichterstatter, dass so ein „Autobahn-Truck-Stopp“ entstehe, der neben einer Vermüllung auch Nutzende anziehen werde, die mit den Geschäften der Segro-Mieter nichts zu tun haben. 

Die bei Vollbetrieb des Gewerbeparks zu erwartende Verkehrsbelastung, darüber hinaus die weitere ungewollte Fremdnutzung, so die nachvollziehbare Prognose der Interessengemeinschaft, beinhalte ein Gefährdungspotential für Seniorinnen und Senioren, insbesondere aber auch für Schulkinder, die ungeschützt vor dem Schwerlastverkehr die  neue Haupterschließungsstraße (Levi-Baum-Straße) überqueren müssten. Weder sei die   Einrichtung einer Fußgängerampel vorgesehen, nicht einmal der Einbau von Leerrohren für eine mögliche Nachrüstung an dieser Stelle. Auch die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sei keine brauchbare Alternative. Die bisherige Haltestelle „Am Kreuzloh“ werde gestrichen, zur der neuen Haltestelle an der Oestricher Straße gebe es keinen Bürgersteig und eine Bustaktung (1x in der Stunde) wäre ebenfalls ungeeignet. Als einzige Möglichkeit, den Verkehrsengpass an dieser Stelle geschützt überwinden zu können, sehe man dann im vielgescholtenen Eltern-Taxi.

Die geschilderte prekäre Situation, so Bezirksbürgermeister Kunstmann, sei nicht neu. Er verwies deshalb auf eine geplante Informationsveranstaltung, zu der neben den Segro-Verantwortlichen und dem städt. Baudezernenten Arnulf Rybicki auch – so erwartet er – der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti teilnehmen wird. Die verantwortlichen Vertreter der Interessengemeinschaft Kreuzloh/Langenacker sollen in diesem Termin Gelegenheit bekommen, zu ihren berechtigten Sorgen eine verbindliche Antwort zu erhalten. Es bleibt zu hoffen, dass das neue Dortmunder Stadtoberhaupt neben seinen bisherigen pressebegleiteten innerstädtischen Westenhellweg-Spaziergängen auch die Zeit findet, sich fürsorglich für die Menschen im äußersten Nordwesten seines Stadtgebietes einzusetzen.

Mit einem Antrag der Schulleitung der Westerfilder Reinoldi-Gesamtschule befasste sich die Ortspolitikerrunde im Anschluss an die emotional herausfordernde vorherige Diskussion. Deren Antrag, die ungenutzte Freifläche vor dem Schulgebäude für einen Verkehrsübungsplatz für Kinder und Jugendliche freizugeben, wurde für förderungswürdig befunden. Vorbehaltlich soll seitens der Verwaltung geklärt werden, ob eine früher vorgesehene Errichtung einer Kindertagesstätte nicht mehr verfolgt werden soll.

In einer längeren Diskussion ging es dann um den Antrag der SPD-Fraktion, aus Mitteln der Bezirksvertretung die Kosten in geschätzter Höhe von 15.000 Euro für eine Taubenabwehr am Turm des Mengeder Saalbaus zu übernehmen. Obwohl in der Notwendigkeit Einigkeit vorhanden war, hatte man für die Lösung des Problems einschließlich der Kostenübernahme durch die BV unterschiedliche Vorschläge. Angesichts der Dringlichkeit (Denkmalschutz, Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität) wurde mehrheitlich dem SPD-Antrag stattgegeben.

Im grünen Nordwesten Dortmunds gelegen und eingebettet im Stadtbezirk Mengede, bietet die Belia Seniorenresidenz Bodelschwingh mit ihrem Standort eine Vielzahl von Gelegenheiten für erholsame Spaziergänge und Ausflüge in die Natur. Die Einrichtung profitiert von der Nähe zu Ärzten, sozialen Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten wie REWE und Malzers Backstube, die beide ca. 100 Meter entfernt sind, was den Zugang zu alltäglichen Besorgungen erleichtert. Die Lage ist verkehrsgünstig aufgrund der bequemen Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, mit einer Bushaltestelle nur wenige Gehminuten entfernt und der Bodelschwingher Park Station der S-Bahn, die in wenigen Gehminuten erreichbar ist. Die Verkehrsanbindung unterstreicht die ideale Kombination aus Natur, Ruhe und guter Infrastruktur im Stadtteil. Das Schloss Bodelschwingh und der Bodelschwingher Park sind bedeutende Sehenswürdigkeiten der Stadt und befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Schloss bietet einen historischen Einblick, während der Park zu entspannten Spaziergängen in malerischer Umgebung einlädt.

Nun aber zur Sache: 

Schnell war man sich einig, dass ein Zebrastreifen als Fußgängerüberweg nicht sinnvoll erscheint. Auch die genaue Verortung in der Örtlichkeit war umstritten. Schließlich einigte man sich mehrheitlich auf eine Fußgängerampel mit Anforderungskontakt in Nähe der Bushaltestelle. Was dann wiederum den als Gast der BV-Sitzung anwesenden Mitglied des Seniorenbeirats Mengede, Giuseppe Perez, wegen der Unübersichtlichkeit bei haltenden Bussen zu einer sarkastischen Wortmeldung bewog: „Dann schaffen wir neue Kunden für Drees und Quellenberg.“ 

Was gab es sonst noch: 

Die Jugendfeuerwehr Bodelschwingh darf sich über eine Förderung ihrer diesjährigen Teilnahme an einem Sommerferiencamp in Finnland in Höhe von 1650 Euro freuen.
Die vom Heimatverein beantragte finanzielle Unterstützung für die künstlerische Gestaltung von Stromkästen wurde nach Bewertung der neuen Bildentwürfe  zugesichert.