Feierliche Eröffnung des Malteser Hospiz- und Trauerzentrums für Dortmund

Mit einer gelungenen Festveranstaltung haben die Malteser am 14. März den „Hülshof – Das Malteser Hospiz- und Trauerzentrum“ in Dortmund offiziell eröffnet.

Von Anke Buttchereit

Das neue ganzheitliche Zentrum ist ein in dieser Form einzigartiges Pilotprojekt und vereint ambulante Hospizarbeit und Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit weiteren Professionen unter einem Dach.Zur Eröffnungsveranstaltung begrüßten die Malteser zahlreiche Gäste aus Stadtgesellschaft, Kirche und Ehrenamt. Unter ihnen waren Bürgermeisterin Ute Mais, der Huckarder Bezirksbürgermeister Peter Spineux sowie Peter Großmann, Journalist, Moderator und Schirmherr des Hülshofs, der durch die Veranstaltung führte. Der offizielle Teil der Eröffnung fand aus organisatorischen Gründen im benachbarten Kulturzentrum Alte Schmiede statt.

In ihren Grußworten würdigte Bürgermeisterin Ute Mais den Hülshof als wichtigen Ort für Dortmund und bezeichnete ihn als Beispiel „gelebter Stadtgesellschaft“. Zugleich hob sie die verlässliche Arbeit der Malteser Hospizdienste hervor, die sich seit über 30 Jahren in Dortmund engagieren. Auch Vertreter der Malteser betonten die gesellschaftliche Bedeutung des Zentrums: Dirk Blümke von der Malteser Fachstelle Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerarbeit unterstrich die Notwendigkeit, Sterben, Tod und Trauer sichtbar zu machen und ihnen Raum in der Mitte der Gesellschaft zu geben. Ein Anliegen, das auch Eröffnungs-Gast Franziska Kopitzsch am Herzen liegt. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. setzt sich mit ihrem Team auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für stationäre und ambulante Kinderhospizarbeit ein.

Neu: ganzheitliche und multiprofessionelle Ausrichtung
Ein besonderes Merkmal des Hülshofes ist sein ganzheitlicher und multiprofessioneller Ansatz. Neben den Angeboten der Malteser ergänzen weitere Professionen – darunter ein ambulanter Palliativ-Pflegedienst und eine Musiktherapeutin – das Unterstützungsspektrum vor Ort. Der Hülshof ist damit ein bislang einzigartiges Modell in Dortmund, das Menschen in schweren Lebensphasen umfassend begleitet. Mit dabei ist Maria Wienhöfer, 88; seit bereits über 30 Jahren ist sie ehrenamtliche Hospizbegleiterin bei den Maltesern. Mit Moderator Großmann warf sie einen Blick auf die Anfänge in Dortmund und die vielen wertvollen Erfahrungen, die sie in ihrer noch andauernden Tätigkeit machen konnte.

Christina Motschull, Gesamtleitung des Hülshofes, und Lars Wilger, stellvertretender Diözesangeschäftsführer der Malteser, zeichneten die Entstehungsgeschichte des Projekts nach und dankten allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Christina Motschull hob dabei insbesondere die rund 100 ehrenamtlich Engagierten hervor, die in Dortmund und am Standort Schwerte tätig sind. Sie seien die tragende Säule der Hospizarbeit und der Trauerbegleitung und machten mit ihrem Einsatz die vielfältigen Angebote überhaupt erst möglich. Zugleich machte sie deutlich, dass alle Trauerangebote und der Malteser ausschließlich spendenfinanziert sind und jede Unterstützung willkommen ist. Das gilt ebenso für die ambulante Hospizarbeit, deren Angebote nur zum Teil von den Kranken- und Pflegekassen bezuschusst werden. Motschulls Dank galt daher auch Förderern wie der Sparkasse für Dortmund‑Stiftung, deren Vertreter Dirk Schaufelberger ebenfalls zu den Gästen der Eröffnung zählte. Pastor Martin Lohoff, Stadtseelsorger der Malteser in Dortmund, segnete die neuen Räumlichkeiten – wie es bei den Maltesern gute Tradition ist – im Rahmen einer kurzen Andacht.

Gut besuchter Tag der offenen Tür
Im Anschluss an die Eröffnung öffnete der Hülshof seine Türen für das breite Publikum. Beim Tag der offenen Tür nutzten zahlreiche Dortmunderinnen und Dortmunder die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen und Einblicke in die vielfältige Hospiz- und Trauerarbeit zu erhalten. Mitarbeitende führten durch das Haus, stellten ihre Arbeit vor und standen für Gespräche zur Verfügung. Auch Familien waren willkommen: Ein kleines Mitmachprogramm sorgte dafür, dass sich auch Kinder in entspannter Atmosphäre wohlfühlen konnten.

Der Hülshof versteht sich als Ort der Begegnung, der Lebensbegleitung und der Menschlichkeit – offen für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenssituation. Mit dem neuen Zentrum setzen die Malteser ein starkes Zeichen für Mitgefühl, Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung in Dortmund. Das zeigte sich für die Besucherinnen und Besucher auch besonders in der gewählten Innenausstattung und dem ausgesuchten Farbkonzept des neuen Zentrums. Damit schufen die Malteser Räume, in denen sich Menschen in Krankheit und Trauer und auch die Mitarbeitenden wohl fühlen können.

Quelle: Malteser Hilfsdienst; Fotos: Martin Urner