Die Auswertung zum Übergang von Sekundarstufe I in Sekundarstufe II geht nun zur Kenntnis in die politischen Gremien. Grundlage dafür sind die amtlichen Schuldaten sowie die Auswertung des Anmeldeinstrumentes Schüler Online. Sie zeigen: Die Bildungswege nach der 10. Klasse sind vielfältiger denn je – gleichzeitig wächst der Unterstützungsbedarf für Jugendliche ohne direkten Anschluss.
Insgesamt 4.942 Dortmunder Schüler*innen standen 2025 vor dem Übergang in die Sekundarstufe II. Viele von ihnen wechselten in weiterführende Bildungsangebote, Ausbildungen oder berufsvorbereitende Maßnahmen. Besonders stark gefragt bleiben die gymnasialen Oberstufen sowie die Dortmunder Berufskollegs.
1929 Schüler*innen wollen Abi machen
Am beliebtesten war das Ziel „Abitur“: 39 Prozent der Jugendlichen entschieden sich für die gymnasiale Oberstufe. Die meisten dieser 1929 Schüler*innen wählten hier den klassischen Weg und machten an ihren Gesamtschulen oder Gymnasien weiter. 1,7 Prozent entschieden sich für die Oberstufe an Berufskollegs.
Weitere Verteilung der Schüler*innen im Überblick:
- 897 Schüler*innen (18,2 Prozent) entschieden sich für die berufliche Grundbildung an Berufskollegs
- 495 (10 Prozent) wechselten mit dem Ziel Fachhochschulreife an die Berufskollegs
- 514 (10,4 Prozent) starteten in eine duale Ausbildung
- 348 (7 Prozent) wechselten etwa in Freiwilligendienste oder an Weiterbildungskollegs (sonstige Übergänge)
- 255 (5,2 Prozent) gingen in eine schulische Ausbildung am Berufskolleg (Bildungsgänge mit Berufsabschluss nach Landesrecht)
- 138 (2,8 Prozent) nahmen ein berufsvorbereitendes Angebot wahr
- 59 (1,2 Prozent) blieben in der Sekundarstufe I
- 307 (6, 2 Prozent) waren weiter schulpflichtig, bleiben aber erstmal unversorgt.
Zahl unversorgter Jugendlicher stieg an
Zum Beginn des Schuljahres 2025/26 hatten rund 6,2 Prozent der Dortmunder Schulabgänger*innen nach der Sekundarstufe I noch keinen Ausbildungs-, Schul- oder Maßnahmeplatz. Das sind 0,3 Prozent mehr als zum Ende des Schuljahres 2023/24. Besonders betroffen waren hier Jugendliche von Haupt- und Förderschulen.
Um diese Jugendlichen dennoch zu erreichen, setzt die Stadt Dortmund gemeinsam mit den Berufskollegs auf ein digitales Nachvermittlungsverfahren und zusätzliche Aufnahmeangebote. So konnten im laufenden Schuljahr noch zahlreiche Jugendliche kurzfristig in Bildungsgänge vermittelt werden. Gleichzeitig zeigt die hohe Auslastung der neu eingerichteten Klassen zur Aufnahme im laufenden Schuljahr, dass der Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen und Unterstützungsangeboten weiterhin groß ist. Gemeinsam mit Schulen, Berufskollegs und weiteren Partner*innen werden daher ständig weitere Angebote entwickelt und bestehende Unterstützungsstrukturen ausgebaut.