Gymnasien sind bei Dortmunds Eltern für ihre Kinder immer noch die erste Wahl. Der Trend ist dabei leicht rückläufig: Mit 34,4 Prozent liegt die Anmeldequote für die Gymnasien der Stadt Dortmund um 1,6 Prozentpunkte niedriger als noch im vergangenen Jahr.
Gesamtschulen stehen bei Dortmunder Schüler*innen und ihren Eltern schon lange hoch im Kurs. Im Vorjahresvergleich hat die Zahl der Anmeldungen an Gesamtschulen mit einem Plus von 0,3 Prozent noch mal leicht zugelegt: Die Anmeldequote für das Schuljahr 2026/27 liegt jetzt bei 33,4 Prozent. „Die Nachfrage nach Schulplätzen an Gymnasien und Gesamtschulen ist in Dortmund unverändert hoch. Daher sehe ich uns auf dem guten Weg, die Kapazitäten an beiden Schulformen konsequent weiter auszubauen“, sagt Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt.
Spürbar gestiegen ist die Anmeldequote an Realschulen: Die Nachfrage stieg um 1,3 Prozentpunkte auf eine Anmeldequote von 23,9 Prozent.
Niedrige Anmeldequote an Hauptschulen
Seit Jahren niedrig ist die Anmeldequote an den Hauptschulen in Dortmund. Mit 3,6 Prozent ist sie aber für das kommende Jahr leicht gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es ein kleines Plus um 0,4 Prozentpunkte. An allen Schulen können Eingangsklassen gebildet werden. Die Nachfrage an Hauptschulplätzen steigt erfahrungsgemäß zum Wechsel von Jahrgang sieben in den Jahrgang acht noch einmal deutlich an.
Einige Kinder wechseln an Schulen in Nachbargemeinden
3,1 Prozent aller Übergangskinder wechseln an weiterführende Schulen in Nachbargemeinden. Diese Entscheidung treffen vor allem Eltern aus Ortsteilen, die an der Stadtgrenze liegen (zum Beispiel Holzen, Lichtendorf, Kirchhörde, Somborn, Mengede, Brechten, Derne, Wickede). Sie nutzen Schulangebote in Nachbargemeinden, weil ihre Kinder dann häufig einfachere oder kürzere Schulwege haben.
Fast alle Kinder konnten an ihrer Wunschschule angenommen werden
An den Hauptschulen bekamen alle Kinder einen Platz an ihrer Wunschschule, überwiegend gilt das auch für die Kinder, die an Realschulen und Gymnasien angemeldet worden sind. Lediglich an den Gesamtschulen reicht das vorhandene Platzangebot insgesamt nicht aus, um alle Anmeldewünsche zu erfüllen. Für Kinder, die an der Wunschschule nicht angenommen werden können, haben Schulleitungen, Schulaufsicht und der Fachbereich Schule gemeinsam gut erreichbare Alternativen in Realschulen und Gymnasien organisiert.
Blick in die Zukunft
Die Stadt als Schulträgerin schreibt regelmäßig den Schulentwicklungsplan fort. Dabei werden die Wünsche der Eltern für ihre Kinder im Blick behalten und berücksichtigt. Weil Gesamtschulen und Gymnasien hoch im Kurs stehen, plant die Stadt hier entsprechend:
- Eine neue Gesamtschule in Eving und die Erweiterung der Gesamtschule im Süden schaffen ab dem Schuljahr 2027/28 weitere Kapazitäten.
- In Brackel wird ein neues bis zu sechszügiges Gymnasium geplant. Das Leibniz-Gymnasium wird bis zum Schuljahr 2027/28 erweitert. Die bauliche Erweiterung des Phoenix-Gymnasiums schafft voraussichtlich zum Schuljahr 2030/31 dauerhaft mehr Kapazitäten.