Austausch im Rathaus zeigte Chancen für Arbeit, Anerkennung und Integration auf
Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Veranstaltung „Welcome Skills Dortmund“ am 9. Juni im Rathaus Dortmund. Unternehmen, Fachleute und Institutionen kamen zusammen, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten neue Ideen für eine erfolgreiche Fachkräftegewinnung und Arbeitsmarktintegration.
Gemeinsames Engagement für den Wirtschaftsstandort Dortmund
MigraDO, die Wirtschaftsförderung Dortmund, die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, das Kommunale Integrationsmanagement NRW, die Technische Universität Dortmund, die Fachhochschule Dortmund sowie die International School of Management organisierten die Veranstaltung gemeinsam.
Sozialdezernentin Frauke Füsers hob die große Bedeutung internationaler Fachkräfte für die Zukunft von Dortmund hervor: „Gute Informationen, verlässliche Unterstützung und starke Netzwerke schaffen wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in Arbeit und Gesellschaft. Welcome Skills Dortmund bringt dafür die richtigen Partnerinnen und Partner zusammen.“
Fachlicher Auftakt mit Blick auf den Arbeitsmarkt
Den Einstieg in den Tag gestaltete Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der Deutschen Wirtschaft. In seinem Vortrag zeigte er die Bedeutung internationaler Fachkräfte für den regionalen Arbeitsmarkt auf.
Im anschließenden Praxis-Talk berichteten Dortmunder Unternehmen über ihre Erfahrungen mit der Gewinnung und Beschäftigung internationaler Mitarbeitender. Zwei Beschäftigte schilderten ihre persönlichen Wege von der Einreise über die Anerkennung ihrer Abschlüsse bis hin zum erfolgreichen Einstieg in ihre Berufe.
Informationen aus erster Hand
Ein Schwerpunkt lag auf dem direkten Austausch. An mehreren Expertentischen informierten Fachleute aus Verwaltung, Kammern, Bildungseinrichtungen und Arbeitsmarktinstitutionen über wichtige Themen.
Die Teilnehmenden erhielten Informationen zu Visa-Verfahren, Anerkennung von Abschlüssen, Sprachförderung sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Viele Gespräche zeigten, wie wichtig klare Wege, kurze Abstimmungen und gute Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Integration sind.
Bedarfe erkennen und Lösungen entwickeln
Der Workshop knüpfte an Erkenntnisse aus dem laufenden Projekt an. Befragungen und Gespräche machten deutlich, wo Zugewanderte und Unternehmen auf Hürden stoßen.
Die Beteiligten identifizierten unter anderem Informationslücken, schwierige Übergänge zwischen verschiedenen Stellen sowie Zugangsbarrieren im Bereich Arbeit und Anerkennung. Gleichzeitig zeigte sich, wie wertvoll die Erfahrungen und Fähigkeiten internationaler Fachkräfte für Dortmund sind.
Viele Zugewanderte sichern bereits heute den Fachkräftebedarf, gründen Unternehmen, schaffen Arbeitsplätze und stärken die Innovationskraft der Stadt.
Fachkräftebedarf rückt stärker in den Fokus
Der Fach- und Arbeitskräftemangel stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen. Internationale Fachkräfte gewinnen deshalb für Dortmund und die gesamte Region weiter an Bedeutung.
Unternehmen beschäftigen sich häufig mit Fragen rund um Einreise, Aufenthalt, Anerkennung von Abschlüssen und Integration im Betrieb. Gleichzeitig rückt die berufliche Integration von bereits in Dortmund lebenden Fachkräften aus dem Ausland stärker in den Mittelpunkt.
Dialog soll weiterwachsen
Die große Resonanz auf die Veranstaltung unterstrich den hohen Bedarf an Information, Austausch und praxisnaher Unterstützung.
Die beteiligten Partnerinnen und Partner möchten den Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und internationalen Fachkräften deshalb fortsetzen und weiter ausbauen. Ziel bleibt eine offene Stadt, die Talente aus aller Welt willkommen heißt und ihnen gute Perspektiven bietet.
Europäische Förderung unterstützt das Projekt
Die Veranstaltung fand im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Ankommensstrukturen in Dortmund statt. Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF) fördert das Vorhaben.
Das Projekt unterstützt Zugewanderte beim Start in Dortmund. Es erleichtert den Zugang zu Arbeit, Bildung und gesellschaftlichem Leben. Gleichzeitig stärkt es Strukturen, die Integration dauerhaft fördern und begleiten.
Mit dieser Unterstützung trägt die Europäische Union dazu bei, legale Migration zu fördern, Teilhabe zu stärken und erfolgreiche Wege des Ankommens vor Ort auszubauen.
