Mobilitätsbefragung 2025 verdeutlicht Verlagerungspotenzial aufs Rad
Die Anstrengungen der Stadt Dortmund, den Radverkehr zu fördern, zeigen Wirkung. Der Radverkehr gewinnt an Bedeutung. Das zeigen die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung 2025. So steigen der Radverkehrsanteil und die Fahrradausstattung der Dortmunder Haushalte deutlich, insbesondere die Ausstattung mit E-Bikes und Pedelecs: Der Radverkehrsanteil an den zurückgelegten Wegen steigt gegenüber 2019 um 3 Prozentpunkte auf 13 %. Der Fahrradbestand steigt auf 2,0 Fahrräder pro Haushalt (2019: 1,7). Besonders stark wächst der Bestand an E-Bikes/Pedelecs – in 2019 gab es in 13% der Haushalte mindestens ein E-Bike/Pedelec, in 2025 verfügten bereits 41% der Haushalte über ein E-Bike/Pedelec. Auch die Rahmenbedingungen zum Radfahren werden gegenüber 2019 deutlich besser bewertet: mit einer durchschnittlichen Schulnote von 3,3 gegenüber 2019 mit 4,0.
Die Verkehrsmittelwahl: der Modal Split
Der Modal Split beschreibt, mit welchen Verkehrsmitteln die Wege anteilig zurückgelegt werden:
- 51 % aller Wege werden mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zurückgelegt. Dieser umfasst Fußwege, das Fahrrad sowie Bus und Bahn.
- 18 % aller Wege finden zu Fuß statt,
- 13 % werden mit dem Fahrrad und
- 20 % mit Bus und Bahn zurückgelegt.
- 49 % der Wege legen die Dortmunder*innen im motorisierten Individualverkehr (MIV = Auto, Motorrad, Mofa) zurück. Der Großteil entfällt davon auf das Auto, knapp 41 % aller Wege werden als Fahrer*in und rund 8 % als Mitfahrer*in zurückgelegt. Nur 0,5 % der Wege entfallen auf Motorrad etc.
Das Auto dominiert weiter, E-Mobilität gewinnt an Bedeutung
Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs hat sich gegenüber 2019 nicht verändert. Die Pkw-Ausstattung steigt leicht von 1,2 (2019) auf 1,3 (2025) Pkw pro Haushalt. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Haushalte ohne Pkw zu (19 % 2025, 2019 17 %). Der Anteil der Haushalte mit mindestens einem Elektro-/Hybrid-Pkw wächst deutlich von 1,1 % (2019) auf 22 % (2025).
Schon auf Wegen ab drei Kilometern dominiert das Auto als Verkehrsmittel. Gerade vor dem Hintergrund der stark zunehmenden Verbreitung von E-Bikes und Pedelecs zeigt sich hier ein erhebliches Verlagerungspotenzial in Richtung Radverkehr.
Bus und Bahn nicht ganz auf Vor-Corona-Niveau, Fußverkehrsanteil sinkt leicht
Neben dem Auto ist und bleibt der ÖPNV das zweitwichtigste Verkehrsmittel. 20 % der Wege werden mit Bus und Bahn zurückgelegt – der Vor-Corona-Wert aus 2019 von rund 22% wird (noch) nicht wieder erreicht. 40 % der Befragten verfügen über eine Zeitkarte für Bus und Bahn. 18% aller Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Gegenüber 2019 ergibt sich eine leichte Abnahme von etwa einem Prozentpunkt.
Emissionseinsparung: 27 Tonnen CO2 pro Werktag
Anhand des aktuellen Emissionsfaktors des Umweltbundesamtes und einer leicht gesunkenen mittleren Wegelänge der Pkw-Fahrer*innen errechnet sich zwischen 2019 und 2025 eine CO2-Einsparung von knapp 27 Tonnen pro Werktag. Dieser Wert markiert einen Trend, dürfte in der Realität aber noch wesentlich größer ausfallen, da die Elektrifizierung der Pkw-Flotte dabei nicht berücksichtigt ist.
Hintergrund: Die Mobilitätsbefragung
Um die kontinuierliche Entwicklung des Radverkehrs sowie der anderen Verkehrsarten zu dokumentieren und die Verkehrswende gezielt voranzutreiben, hat die Stadt Dortmund 2025 Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Für die Befragung wurden über 35.500 zufällig aus dem Dortmunder Einwohnermelderegister ausgewählte Haushalte um die Teilnahme gebeten. Von den angeschriebenen Haushalten füllten 4.695 Haushalte mit 8.996 Personen den Fragebogen aus. Dies ermöglicht repräsentative Ergebnisse für Dortmund insgesamt als auch für die Stadtbezirke.
Die letzte Befragung fand 2019 statt. Die Ergebnisse dienen als zentrale Grundlage der Mobilitätsplanung und zur Beobachtung von Trends, die sich aus den Anstrengungen zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen ergeben.
Redaktionshinweis:
Der Ergebnisbericht zur Mobilitätsbefragung ist auf der städtischen Website zu finden: dortmund.de/themen/mobilitaet-und-verkehr/mobilitaetsplanung/mobilitaetsbefragung/