160 Meter ist der Haldensprung lang. Direkt unter der Brücke im Kokereipark gibt es eine mit 600 Quadratmetern sehr große Wand. Diese Wand und die Brückenpfeiler sind jetzt nicht mehr blank, in den vergangenen Wochen haben sie ordentlich Farbe bekommen. Seit dem 12. Oktober ist das Kunstwerk fertig. Besucher*innen können die großflächige Wandgestaltung ab dem 23. April 2027 am besten vom Deusenberg aus entdecken.
Jugendliche hatten unter professioneller Anleitung durch den Dortmunder Künstler Oliver Mark das Konzept für die Gestaltung der Betonflächen entwickelt. Die Jugendlichen waren anschließend auch bei der Umsetzung des Konzepts mit dabei. Oliver Mark prägte federführend den Entwurf. Gerade die Transformation des Entwurfs auf eine so große Fläche macht für ihn den besonderen Reiz aus.
Für die große Wand gab es schließelich einen festen Entwurf, bei dem Pflanzen und das direkte Umfeld mit der Kokerei Hansa als Gestaltungsthema eine Rolle spielten. Für die weiteren Flächen haben die Jugendlichen collagenhaft kleinere Graffitis erstellt. Mit Hilfe von zwei Hebebühnen und jeder Menge Spraydosen brachten die Jugendlichen und Oliver Mark das Kunstwerk an die Wand.
Jugendamt und Tiefbauamt arbeiteten für das Projekt zusammen
Ein solches Projekt braucht eine gute Planung und Menschen, die den Überblick behalten. Mit von der Partie waren Niclas Meier, Fachreferent für Jugendkultur, und Nghia Ngoc Nguyen, Leiterin des Jugendkulturcafés (JKC). Beide kennen sich mit partizipativen Angeboten für Jugendliche aus und bringen viel Erfahrung aus Projekten im öffentlichen Raum mit ein.
Das JKC setzt stark auf mobile Jugendkulturarbeit: Es geht viel nach draußen – dorthin, wo sich junge Menschen gerne aufhalten. Je nach Angebot erreicht das JKC ganz unterschiedliche Jugendliche: Breakdance, Yoga im Park und Rap-Projekte bis hin zu DJ-Angeboten und eben Graffiti. Graffiti gibt es jeden Mittwoch im Stadtgarten. Das Team spannt dort Folien zwischen den Bäumen, auf denen die Jugendlichen sprayen können. Bei gutem Wetter nehmen bis zu 40 Jugendliche aktiv daran teil.
Der große Zulauf half dem JKC auch beim IGA 2027-Projekt. Das Team konnte kurzfristig zahlreiche Jugendliche für die Gestaltung auf dem IGA-Gelände begeistern. Als das Tiefbauamt mit der Anfrage an Niclas Meier herantrat, entstand gemeinsam mit dem JKC die Idee der Jugendbeteiligung.
Für die IGA 2027 hat der Haldensprung nicht nur an ästhetischem Wert gewonnen, der Haldensprung ist nun auch ein Symbol für die aktive Mitgestaltung und das kreative Potenzial der Dortmunder Jugendlichen.
