GRÜNE & Volt fordern Aufklärung über Gespräche
zur Entwicklung des Geländes
In den letzten Monaten ist es ruhig geworden um die weitere Entwicklung der Fläche auf dem ehemaligen Areal von Hoesch Spundwand und Profile (HSP) an der Rheinischen Straße. Bereits 2023 scheiterte bekanntlich das Projekt „Smart Rhino“, bei dem unter anderem die vier bisherigen Standorte der Fachhochschule Dortmund zusammengeführt werden sollten. Und auch eine alternative Nutzung mit dem Bau von bis zu 1.400 Wohnungen ist durch Restriktionen im Grundbucheintrag schwierig. Gespräche und Verhandlungen mit dem Eigentümer auch hinsichtlich des Kaufpreises führten bisher nicht zu konkreten Ergebnissen. In einem Antrag für die Sitzung des Finanzausschusses in der kommenden Woche bittet die Fraktion GRÜNE & Volt nun um einen aktuellen Sachstandsbericht zur Entwicklung der HSP-Fläche, die sowohl in der Diskussion um die wirtschaftliche Entwicklung als auch in Bezug auf den Wohnungsbau ein zentraler Baustein für die Zukunft sein könnte.
„Die Entwicklung des Geländes ist wahrscheinlich aktuell die größte städtebauliche Herausforderung in Dortmund. Es bietet ausreichend Platz für die Schaffung eines nachhaltigen Quartiers mit Wohnen, Gewerbe, Grün, Freizeitmöglichkeiten, Raum für Innovation und neuen Arbeitsplätzen. Nach dem Platzen der bisherigen Planungen wird es schwierig sein, den Knoten insbesondere auch vor dem Hintergrund der überhöhten Preisvorstellungen des Eigentümers durchzuschlagen. Wichtig ist, ob und wie daran gearbeitet wird“, bewertet Leander Schreyer, Mitglied von GRÜNE & Volt im Finanzausschuss die Situation.
Konkret will die Fraktion GRÜNE & Volt nun in ihrer Anfrage wissen, ob es seit Amtsantritt des Oberbürgermeisters im November 2025 Gespräche mit dem Eigentümer hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Fläche gegeben hat, auf wessen Initiative die Gespräche stattgefunden haben, wer an diesen Gesprächen teilgenommen hat und was die Ergebnisse waren. Leander Schreyer: „Besonders interessiert uns, ob und durch wen Politik in eventuelle Gespräche eingebunden war. Wir waren als Fraktion dazu nicht eingeladen und haben keine offiziellen Informationen über Termin und Ergebnis.“
Für GRÜNE & Volt ist insbesondere wichtig zu erfahren, zu welchen Ergebnissen eventuelle Gespräche geführt haben und welche Konsequenzen die Verwaltung hinsichtlich der Entwicklung der HSP-Fläche daraus zieht.
„Wir gehen davon aus, dass nicht nur wir, sondern auch die anderen demokratischen Fraktionen und der Oberbürgermeister ein großes Interesse daran haben, einen Entwicklungsprozess für das Gelände in Gang zu bringen – bei allen Schwierigkeiten. Deshalb erwarten wir, dass die Politik über eventuelle Gespräche und Entwicklungen eventuell auch nicht-öffentlich zeitnah vom Oberbürgermeister informiert wird“, so Leander Schreyer abschließend.
Quelle: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN & Volt