Energiebericht der Stadt Dortmund 2024

Stellungnahme des Klimabündnis Dortmund zum Energiebericht
der Stadt Dortmund 2024

Die Städtische Immobilienwirtschaft hat nun ihren Energiebericht für 2024 vorgelegt. Bereits im Vorwort wird versprochen, dass „die Stadt Dortmund ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen nachhaltig zu senken.“ Leider sprechen die Zahlen im Bericht eine andere Sprache und es ist nicht zu erkennen, wie die Stadt ihre Immobilien bis 2045 – geschweige denn bis zum selbst gesteckten Zieljahr 2035 – klimaneutral bekommen will.Das Energiemanagement der Städtischen Immobilienwirtschaft betreut über 1.500 Gebäude und Liegenschaften. Deren Wärmeverbrauch ist im Zeitraum 2015 bis 2025 lediglich um 6,2 % gesunken, nur knapp 1,5 % davon wurden regenerativ erzeugt.

Auf den Dächern der städtischen Gebäude wurden seit dem Jahr 2000 bis dato 182 PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von 3.098 kW errichtet (Stand: 31.12.2024). Von 2011 bis 2024 hat sich demnach die Zahl der PV-Anlagen auf städtischen Dächern minimal um nur 11 (!) Anlagen und 556 kW installierter Leistung erhöht.

Ein Armutszeugnis!

Warum schafft es die Stadt seit vielen Jahren nicht, PV-Anlagen auf die bestehenden Dächer zu bringen? Und das obwohl auch im Bericht festgestellt wird, dass mehr PV-Anlagen „die Unabhängigkeit von externen Energieversorgern fördert und die Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung verbessert“. Anstatt eine Vorreiterrolle für Klimaschutz einzunehmen, muss sich die Stadt an den Bürgern ein Beispiel nehmen: Die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger haben seit 2000 insgesamt 14.000 PV-Anlagen mit mehr als 160.000 kW installierter Leistung errichtet.

In seiner Sitzung am 7. September 2022 hat der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen entschieden, dass eine detaillierte Analyse der städtischen Dachflächen – u. a. auch im Hinblick auf die Installation von PV-Anlagen – zu erstellen ist (Drucksache-Nr.: 25593-22). Auch nach mehr als 3 Jahren liegt diese Analyse noch immer nicht vor. Man muss inzwischen vermuten, dass hier von der Verwaltungsspitze aktiv blockiert wird.

Im Gegensatz zu Dortmund ist unsere direkte Nachbarstadt Bochum schon viel weiter und hat sich den Zubau von 20.000 kW PV-Leistung in den kommenden Jahren auf die Fahnen geschrieben. Wenn die Stadt keine Kapazität hat, den klimafreundlichen Zubau von PV-Anlagen selbst umzusetzen: U. a. die Energiegenossenschaft BürgerEnergie Dortmund eG und die DEW21 stehen bereit, hier tatkräftig zu unterstützen. Man muss nur wollen.

Sabine Darschnik und Hans-Georg Schwinn für den Koordinierungskreis Klimabündnis Dortmund

Klimabündnis Dortmund Klimabuendnis-dortmund@posteo.de
www.klimabuendnis-dortmund.de

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