Equal Pay Day

Equal Pay Day: Dortmund braucht endlich Lohngerechtigkeit

Zum Equal Pay Day am 27. Februar 2026 fordern die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) und die SPD Frauen Dortmund entschlossene Schritte für echte Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. Auch in Dortmund zeigt sich die Lohnlücke deutlich – mit spürbaren Folgen für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und ihre Altersabsicherung.

„Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit. Dass Frauen in Dortmund und bundesweit immer noch schlechter bezahlt werden, ist nicht hinnehmbar“, erklärt Ulla Pulpanek-Seidel, Vorsitzende der SPD Frauen Dortmund.

Dortmund: Gute Arbeit braucht faire Bezahlung
Die Arbeitsgemeinschaften betonen, dass strukturelle Ungleichheit nur durch strukturelle Maßnahmen überwunden werden kann. Besonders in Branchen, die in Dortmund stark vertreten sind – Pflege, soziale Arbeit, Einzelhandel – arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen, oft unter Wert und häufig in Teilzeit.

„Wir sehen in Dortmund jeden Tag, wie Frauen trotz hoher Qualifikation in schlechter bezahlten Berufen landen oder in Teilzeit feststecken, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Das ist ein politisches Versagen, das wir nicht länger akzeptieren“, so Ulrich Piechota, Vorsitzender AfA weiter.

Darum die Forderungen der beiden Arbeitsgemeinschaften:

  • Mehr Tarifbindung in Dortmunder Betrieben, denn Tarifverträge reduzieren nachweislich Entgeltungleichheit
  • Transparente Löhne und verbindliche Berichtspflichten für Unternehmen
  • Aufwertung sozialer und personenbezogener Berufe, die in Dortmund besonders relevant sind
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, inklusive verlässlicher Kinderbetreuung
  • Konsequente Bekämpfung von Minijob‑ und Teilzeitfalle, die Frauen überproportional betrifft

Der Equal Pay Day ist ein Auftrag zum Handeln
Die AfA Dortmund und die SPD Frauen Dortmund fordern Politik, Arbeitgeber und Tarifpartner auf, den Equal Pay Day nicht als symbolischen Aktionstag zu behandeln, sondern als klaren Handlungsauftrag.
„Wir wollen, dass Dortmund eine Stadt ist, in der Frauen und Männer die gleichen Chancen haben – im Job, im Einkommen und im Leben. Dafür kämpfen wir als AfA jeden Tag“, betont Ulrich Piechota.
„Unser Ziel ist klar: Ein Equal Pay Day, der eines Tages überflüssig wird – bis dahin bleiben wir laut, unbequem und solidarisch,“ ergänzt Ulla Ulla Pulpanek-Seidel.

Quelle: SPD-Unterbezirk Dortmund