„Nobbys“ letzter Wille

 Familie und Freunde sammeln
Spenden für schwerstkranke Kinder in Dortmund

Seine Freund*innen und Kolleg*innen nennen ihn „einen echten bunten Hund“: Norbert „Nobby“ Gläsner war ein lebensfroher Mensch – geschätzt von allen, die mit ihm zu tun hatten, engagiert sein Leben lang und mit einem großen Herz für die Schwächeren in der Gesellschaft. „Nobby“ ist einen Tag nach seinem 57. Geburtstag an Krebs verstorben – und alle, die ihm nahestanden, erfüllten ihm zum Abschied einen Herzenswunsch: eine Spende für die Deutschen Kinderhospiz Dienste in seiner geliebten Heimatstadt Dortmund, die dort schwerstkranke Kinder und ihre Familien liebevoll und engagiert begleiten. Dabei kamen insgesamt fast 18.500 Euro zusammen.Norbert „Nobby“ Gläsner hatte sich kurz vor seinem Tod gewünscht, dass anlässlich seiner Beerdigung auf Blumen und Geschenke am Grab verzichtet wird und dass stattdessen alle, die ihm nahestanden und ihn mochten, Geld für die Deutschen Kinderhospiz Dienste spenden. Einer seiner besten Freunde und Kollegen bei der EDG, Daniel Miodek, startete deshalb eine GoFundMe-Aktion, an der sich Freunde, Bekannte, aber auch zahlreiche weitere von Norbert Gläsners Arbeitskollegen und zum Teil Jugendfreunden aktiv beteiligten und bei der insgesamt 9.839,51 Euro gesammelt wurden, die anschließend symbolisch am Büro des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Dortmund an der Dresdener Straße 15 übergeben wurden.

Ein emotionaler Moment für alle – auch für Fabian Reimertz aus dem Fundraising-Team der Deutschen Kinderhospiz Dienste, der die Spende in Empfang nahm und von der Kinderhospizarbeit erzählte. Für ihn und auch Daniel Miodek zeugt die Spende von viel Freundschaft, Solidarität und Mitmenschlichkeit. „Wir waren sehr stolz, Norberts letzten Wunsch erfüllen zu können und hätten niemals mit einer so hohen Spendensumme gerechnet. Vielen Dank noch einmal an alle Beteiligten! Die Summe spiegelt Norberts großes Herz wider“, sagte Daniel Miodek. Auch Norbert Gläsners Mutter, Inge Gläsner, betont, dass ihr Sohn zu Lebzeiten immer ein großes Herz für Kinder bewiesen habe und dass ihm seine Krebserkrankung zufällig Einblicke in die Kinderhospizarbeit verschafft habe, die ihn seitdem nicht mehr losgelassen hätten. „Dass es Kinder gibt, die so schwer krank sind, dass sie vielleicht vorzeitig sterben müssen, ging ihm unter die Haut“, erzählt die Mutter, die im Nachgang noch weitere 8500 Euro an die Deutschen Kinderhospiz Dienste spendete, die unter anderem durch den Verkauf des Autos ihres Sohnes und durch weitere Spenden zusammenkamen. 

Quelle: Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V.