Ein Fest, das gleich von Beginn an von der Bevölkerung angenommen wurde
Text: Cawi Schmälter; Fotos: Volker Radik


In früheren Zeiten waren es in Nette die Knappen oder Schützen, die mit ihren Zeltfesten und Paraden für Höhepunkte im gesellschaftlichen Miteinander sorgten. Knappen und Schützen werden immer weniger, aber der Wunsch nach einem großen Fest ist immer noch weit verbreitet.


Diesem Wunsch war dann unser „Dorf“apotheker und Hobby-Heimatforscher Dr. Heinrich Mönnighoff nachgekommen, der sich neben seinen vielen akribisch abgefassten historischen Dokumentationen über unser Nette das Wodanstraßenfest in der „Kolonieachse“ ins Leben rief. Ein Fest, das gleich von Beginn an von der Bevölkerung angenommen wurde. Mit sichtbarem Stolz und Genugtuung darf er nun mit passiver Neugier erleben, dass „sein“ Straßenfest den 18. Geburtstag feiern durfte und beim Netter SPD-Ratsvertreter Detlef Adam seine Nachfolge in besten Händen ist.

In seiner Begrüßungsansprache hatte Detlef Adam, der sich auch als 1. Vorsitzender des Bergbaumuseums BV-Kleinzeche Max Rehfeld e.V. Dortmund-Mengede bereits einen Namen gemacht hat, den vielen Vertreterinnen und Vertretern der Ortsprominenz ein „Glück Auf“ zugerufen. Hier ganz besonders dem SPD-Urgestein Gerd Wendzinski, der als Schirmherr der Veranstaltung in seiner Eröffnungsrede weit ausholte. Von den ersten Bauernhöfen in Nette, den gewaltigen Einflüssen des Bergbaus, das damit verbundene Wachsen der Kolonie oder nach dem Krieg der Sprung in die aktuelle Stadtentwicklung, die er in seiner aktiven Zeit als einflussreicher Politiker mitgestalten konnte – sein Bogen war weit gespannt.

Detlef Adam vergaß aber auch nicht, den vielen Helferinnen und Helfern seines Vorbereitungsteams, hier insbesondere Friederike Mönnighoff, Rosi Sokowicz, Klaus Schlichting und Nico Savvidis, herzlich zu danken. Wie passend seine Aussage: „Jedes Fest braucht Menschen, die monatelang planen, organisieren, telefonieren, schleppen und koordinieren!“

Der Stein, der ihm ob der gelungenen Veranstaltung bei bestem Sonnenschein vom Herzen fiel, äußerte sich in seinem auf Mengede Intakt veröffentlichen Situationsbericht, wo er von „Tausende“ Besucher“ sprach. Tausende, lieber Detlef, schafft nur der BVB, wenn er Deutscher Meister wird oder Schalke 04, wenn sie aus der 2. Liga mal wieder aufsteigen sollten. Das letzte “e“ kann weg. Aber Tausend, das ist ja auch nicht schlecht, und das kommt hin!
