Frühlingsfest beim Heimatverein Mengede-

Jung und Alt als Zuhörende beim Vortrag des Heinrich-Heine-Schulchors.

 Musik, gute Laune und Kuchen ohne Ende –
auch die Kinder hatten Spaß

Von Diethelm Textoris

Es war sicher nicht ganz risikolos, als der Heimatverein Mengede am Ende einer verregneten Woche am vergangenen Samstag (16.5.) erstmalig zu einem Frühlingsfest einlud. Doch pünktlich mit der „Kalten Sophie“ am Vortag verabschiedeten sich die Eisheiligen. Es zeigte sich zunehmend die Sonne und ein kurz andauernder Regenschauer konnte die Laune von Akteuren und Gästen nicht trüben. Denn die war bombig und der Zuspruch riesig.

Die Damen vom Kuchenbuffet mit ihrem Helferinnennachwuchs.

Bereits vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn um 14.00 Uhr stellten sich die ersten Gäste ein, und sehr schnell hatten sich vor allem die kaffeedurstigen und kuchenhungrigen Damen die Sitzplätze in der Gaststube des Heimathauses gesichert. Auch der Außenbereich unter den vorsichtshalber aufgestellten Schutzplanen füllte sich zusehends. So konnte Heimatvereinsvorsitzender Hans-Ulrich Peuser, gleichzeitig Pianist und Leiter des Emscherperlen-Trios, einer Abordnung der hauseigenen Kapelle, beim musikalischen Auftakt bereits eine stattliche Zahl von Zuhörenden begrüßen.

Sowohl draußen wie drinnen war das Frühlingsfest gut besucht.

Mit seinen Mitstreitern Matthias Willing am Kontrabass und Kai Neuvians am Saxophon hatte er ein leicht bes(ch)wingtes Programm zusammengestellt, das mehrfach den Frühling zum Thema hatte und für gute Laune sorgte. Da erklangen Melodien von „Veronika der Lenz ist da“ von den Comedian Harmonists über „What a wonderful world“ von Louis Armstrong bis zum auch von André Rieu immer wieder eingesetzte Stimmungsmacher „Adieu mein kleiner Gardeoffizier“ von Robert Stolz. Freunde und Bekannte nutzten die Gelegenheit für Kommunikation und Gedankenaustausch, aber auch Fremde kamen ins Gespräch.

Kaffee oder Bier? Das ist hier die Frage.

Auch an die Kinder hatten die Veranstalter gedacht. Das beliebte, gerade renovierte Kinderkarussel drehte sich nahezu pausenlos, an einem Glücksrad gab es kleine „give aways“, die nach Lösen einer zusätzlichen Aufgabe ihre Abnehmer fanden. Für die Erwachsenen gab es ein Schätzspiel mit dem beliebten Remigiustropfen als Gewinn, wobei die Anzahl der Kronkorken in einer Glas zu erraten war. Die Gewinner lagen mit 310 und 303 eng bei der tatsächlichen Zahl von 307.
Ein besonderer kulinarischer Höhepunkt waren die angebotenen Torten. Im kleinen Kreis weiblicher Vereinsmitgliedern hatte Vorsitzender Peuser davon gesprochen, dass es schön wäre, wenn man die Gäste mit Kuchen bewirten könnte. Daraus ergab wie bei einem Schneeballsystem ein Selbstläufer. Die fleißigen Damen brachten 15 der leckersten Torten mit: Käsekuchen, Stachel-, Erdbeer- und auch Schwarzwälder Kirchtorte, die bis auf wenige Einzelstücke alle ihre Abnehmer fanden. Wer es lieber deftiger hatte, konnte seinen Hunger mit frisch gegrillten Würstchen stillen. 

Das Kinderkarussel drehte sich nahezu pausenlos.

Im zweiten Teil des Nachmittags gab es ein weiteres musikalisches Highlight. Senior und Junior Linde, Inhaber der Firma Drucks, die das Frühlingsfest mit einer Spende unterstützt hatten, hatten auch einen LKW Anhänger zur Verfügung gestellt, der als Bühne diente. Darauf versammelten sich etwa 30 junge Sängerinnen und Sänger des Schulchors des Heinrich-Heine-Gymnasiums aus Nette. Unter der Leitung ihrer Musikpädagogin Kerstin Langrock gaben sie, oft mehrstimmig, Kostproben ihres vielseitigen Könnens. Da klangen so unterschiedliche Titel wie  „Take Me to Church“ von Hozier neben „Mama Mia“ von Abba und „Rolling in the Deep“ von Adele. Auch die akustischen Herausforderungen eines Freiluftkonzertes ohne elektronische Verstärkung und orientierende Monitore leisteten sie zusammen mit dem Pianisten Peuser meisterhaft. Dafür wurden sie mit einem verdienten lautstarkem Applaus belohnt.

Schulchor des Heinrich-Heine-Gymnasiums

Immer wieder gab es Lob für die gelungene Veranstaltung, die eine Premiere war, wobei eine Wiederholung nicht ausgeschlossen ist. Natürlich funktioniert ein solches Fest nur mit vielen helfenden Händen. Mit Helfern, die vorbereiten, aufbauen, wieder abbauen, die die Gäste bewirten, zapfen, abräumen, spülen, für Nachschub und einen reibungslosen Ablauf sorgen. Bei all denen bedankte sich der Vereinsvorsitzende Peuser ausdrücklich für ihren selbstlosen Einsatz.

Fotos: Diethelm Textoris