Zweite Entwicklungskonferenz im Rathaus zieht Bilanz: „Prototypen“ zeigen konkrete Erfolge gegen Schulabsentismus und FachkräftemangelZweite Entwicklungskonferenz im Rathaus zieht Bilanz: „Prototypen“ zeigen konkrete Erfolge gegen Schulabsentismus und Fachkräftemangel
| Aufbruchstimmung in der vollbesetzten Bürgerhalle im Dortmunder Rathaus: Rund 130 Akteurinnen und Akteure zogen am Montag (29. Juni) eine durchweg positive Bilanz über das Wirken des „Entwicklungsvorhaben Nord“. Es war die zweite große Entwicklungskonferenz – mit dabei Wissenschaftler*innen, Lehrende, Schülerinnen und Schüler bis hin zu Spitzenkräften aus Politik und Wirtschaft.
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| Das Entwicklungsvorhaben Nord ist ein Projekt der Stadt Dortmund, der Walter Blüchert Stiftung und des Dortmunder Unternehmens Dr. Ausbüttel GmbH & C. KG in Trägerschaft des Vereins Schul.Inn.Do und startete Anfang 2025. Gemeinsam geht bewusst neue Wege. Das Ziel: Angebote für junge Menschen in der Nordstadt ohne lange bürokratische Umwege direkt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Gemischte Teams aus jungen Menschen und deren Eltern aus der Nordstadt erarbeiteten zusammen mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen in schnellen Schritten praxisnahe Lösungsmaßnahmen. Diese „Prototypen“ werden sofort im Alltag getestet und flexibel weiter angepasst, um den Sozialraum nachhaltig zu verbessern.
Konkrete Erfolge von Lese-Cafés bis zu Praktika für Mütter Wie gut dieser unkomplizierte Ansatz funktioniert, zeigte die Präsentation ausgewählter Prototypen auf der Bühne und einem Markt der Möglichkeiten:
„Das Entwicklungsvorhaben Nord zeigt eindrücklich: Wenn viele Perspektiven und engagierte junge Menschen zusammenkommen, entstehen innovative Lösungen für komplexe soziale Herausforderungen“, sagte Dezernentin Monika Nienaber-Willaredt. „Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Wir freuen uns auf die nächste Phase!“ Sozialdezernentin Frauke Füsers ergänzt: „Das Entwicklungsvorhaben Nord lebt von Offenheit, Vertrauen und dem Mut, neue Wege zu gehen. Dass Stadt, Stiftungen, Unternehmen und die Menschen vor Ort dabei so eng zusammenarbeiten, ist etwas Besonderes. Gemeinsam schaffen wir Raum für Ideen, die wachsen können. Es freut mich, wenn wir diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen.“ Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Stadtteil Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, betont: „Die Stärkung der Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen und die Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Stadtteil sind Kernziele, die wir mit diesem Vorhaben verfolgen. Die Entwicklung eines agilen Arbeitssystems und die Qualifizierung von Fachkräften sind dabei wichtige Bausteine.“ Stefanie Janne Klar, Leiterin Sozialunternehmerisches Engagement der Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG, ergänzt: „Kinder und Jugendliche brauchen schnelle und wirksame Lösungen. Und oft wissen sie selbst am besten, was sie benötigen. Wenn wir sie dabei unterstützen, aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken, stärken wir nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern schaffen auch bessere Lebensperspektiven. Statt auf perfekte Konzepte zu warten, wagen wir Neues und setzen auf pragmatische Ansätze. Was funktioniert, wird weiterentwickelt, verbreitet und nachhaltig verankert.“ Effizienz durch Trial-and-Error und Blick nach vorn Strategische Projektleiterin Laura Grotenrath, die auch durch die Konferenz führte, hob die enorme Effizienz und große Potentiale hervor: „Durch das Prinzip von Versuch und Irrtum – Trial-and-Error – sparen wir langwierige Prozesse. Wir testen unkompliziert, was vor Ort wirkt.“ Ab Sommer 2026 startet der dritte Entwicklungszyklus. Der Fokus liegt darauf, bereits gestartete erfolgreiche Projekte im Stadtteil langfristig abzusichern und langfristige Strukturen für das Entwicklungsvorhaben aufzubauen. |