Solidarität vertiefen, Zusammenarbeit ausbauen
Ein Jahr nach der offiziellen Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und der ukrainischen Stadt Schytomyr wollen die Fraktionen von SPD, CDU sowie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Volt die Zusammenarbeit konsequent weiterentwickeln. Mit einem gemeinsamen Ratsantrag setzen sie ein klares Zeichen für gelebte europäische Solidarität und langfristige kommunale Partnerschaft.Seit Beginn der Zusammenarbeit ist aus der anfänglichen Solidaritätshilfe eine enge und vertrauensvolle Städtepartnerschaft entstanden. Zahlreiche Hilfslieferungen aus Dortmund, darunter Busse für den öffentlichen Nahverkehr, Feuerwehrfahrzeuge, Generatoren, medizinische Ausstattung und weitere kommunale Hilfsgüter, leisten in Schytomyr einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur.
9 weitere Transporter und Minibusse für Schytomyr
„Städtepartnerschaften leben nicht von Urkunden, sondern von Begegnungen. Gerade in Zeiten des Krieges zeigen sie, dass Solidarität ganz konkret wirken kann. Unsere Delegationsreise von Ratsmitgliedern, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Juni dieses Jahres hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll diese Partnerschaft für beide Städte geworden ist“, erklären Fabian Erstfeld (SPD), Michael Batzdorff (CDU) und Katrin Lögering (GRÜNE & Volt). „Trotz des anhaltenden russischen Angriffskrieges begegnen die Menschen in Schytomyr den täglichen Herausforderungen mit beeindruckender Stärke und Zuversicht. Gleichzeitig wurden zahlreiche neue Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit sichtbar. Die Freundschaft zwischen Dortmund und Schytomyr ist in nur einem Jahr spürbar gewachsen. Jetzt wollen wir sie mit weiteren gemeinsamen Projekten stärken und dauerhaft in unserer Stadt verankern. Zusätzlich wird Schytomyr neun weitere Fahrzeuge erhalten, die planmäßig aus dem Bestand der Stadt Dortmund ausscheiden.“
Der gemeinsame Antrag sieht deshalb vor, bestehende Kooperationen insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Bildung, Gesundheitswesen, Sport, Klimaschutz, Mobilität und Wirtschaft auszubauen. Auch die Unterstützung durch weitere kommunale Hilfslieferungen soll fortgesetzt werden. Zudem soll die Städtepartnerschaft in Dortmund künftig stärker sichtbar werden – etwa durch einen dauerhaften Erinnerungs- oder Begegnungsort, der gemeinsam mit der ukrainischen Community und zivilgesellschaftlichen Initiativen entwickelt wird.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Austauschs zwischen jungen Menschen sowie der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Bereits heute bestehen enge Kontakte zwischen den kommunalen Kliniken beider Städte. Auch Jugendbegegnungen und Erholungsaufenthalte für Kinder aus Schytomyr, die vielfach unmittelbar vom Krieg betroffen sind, sollen fortgeführt und ausgebaut werden.
Mit dem Antrag bekräftigt der Rat zugleich seine uneingeschränkte Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Die Resolution soll auch dem Rat der Stadt Schytomyr übermittelt werden.
Die Fraktionen sind überzeugt: Gerade in Zeiten von Krieg und Zerstörung sind kommunale Partnerschaften ein starkes Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und ein gemeinsames Europa. Dortmund und Schytomyr verbindet heute weit mehr als eine Städtepartnerschaft.