Pressemitteilung: Der Gesundheitskiosk als Lotse

Der Gesundheitskiosk als Lotse
SPD-Ratsfraktion  informiert  sich  bei  Sommertour  über niedrigschwellige
Gesundheitsberatung

Seit  Juni  2025  ist  der  Gesundheitskiosk  in  der  Dortmunder Nordstadt
geöffnet.  Im Rahmen ihrer Sommertour hat sich die SPD-Ratsfraktion nun vor
Ort  über das Angebot und die Arbeit des Kiosks informiert. Im Gespräch mit
Mitarbeitenden  des  Gesundheitsamtes ging es um die bisherigen Erfahrungen
und die Bedeutung des Angebots für die Gesundheitsversorgung in Dortmund.

Der  Gesundheitskiosk unterstützt Menschen dabei, sich im Gesundheitssystem
zurechtzufinden.  Er  berät  niedrigschwellig,  hilft  bei  der  Suche nach
passenden  Angeboten  und  vermittelt  bei  Bedarf  in  die  ambulante oder
stationäre  Versorgung. Gerade in einem Stadtteil wie der Nordstadt ist das
Angebot   besonders  wichtig:  Hier  leben  viele  Kinder,  sozioökonomisch
benachteiligte Menschen und Menschen mit unterschiedlichen sprachlichen und
kulturellen  Hintergründen,  für  die  der Zugang zur Gesundheitsversorgung
teilweise  erschwert  ist.  Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an die
Menschen in der Nordstadt, sondern steht allen Dortmunder*innen offen.

Die Mitarbeiterinnen pflegen vielfältige Kontakte zur Stadtgesellschaft und
arbeiten  eng  mit  der  Dortmunder  Ärzteschaft  zusammen, darunter Haus-,
Kinder-  und  Zahnärzt*innen.  Dabei  versteht  sich  der  Kiosk  nicht als
Konkurrenz,   sondern   als   Ergänzung   und   Lotse   in  das  bestehende
Gesundheitssystem.

Besonders  deutlich  wird  der  Nutzen  bei  Familien: Der Gesundheitskiosk
unterstützt die Familien unter anderem bei der Suche nach Kinderärzt*innen.
Durchschnittlich   gelingt   die   Vermittlung  der  Kinder  an  Dortmunder
Kinderärzt*innen  in zwei bis drei Wochen. „Jedes Kind, das Zugang zu guter
Gesundheitsversorgung  bekommt,  ist  ein Gewinn: für das einzelne Kind und
für  unsere  gesamte  Gesellschaft“,  sagt  Daniela Worth, sozialpolitische
Sprecherin  der  SPD-Ratsfraktion. „Der Gesundheitskiosk leistet hier Hilfe
zur   Selbsthilfe   und   erreicht  Menschen  niedrigschwellig,  die  sonst
möglicherweise nur schwer den Weg in das Gesundheitssystem finden.“

Für  das  Gesundheitsamt  ist  der  Kiosk zudem ein wichtiger Zugang zu den
Menschen  vor  Ort.  Durch  die  Kontakte  zu unterschiedlichen Communities
können  gesundheitliche  Bedarfe  frühzeitig wahrgenommen und entsprechende
Angebote entwickelt werden. Die SPD-Ratsfraktion freut sich, dass mit ihrer
Unterstützung  alle  Stellen im Gesundheitskiosk verstetigt werden konnten.
Gleichzeitig  sieht  sie  großes  Potenzial  darin, die erfolgreiche Arbeit
perspektivisch auch auf weitere Stadtbezirke zu übertragen.

Foto © Carmen Stahl
v.l.n.r.: Catharina Niemand (Gesundheitsamt), Katharina Elpe
(Gesundheitsamt), Roman Rauth (Gesundheitsamt), Sylvia Dahlmann, Fabian
Erstfeld, Daniela Worth, Andrea Keßler, Arno Lohmann, Detlev Lachmann