SPD-Ratsfraktion informiert sich vor Ort
über die Arbeit des Sleep In Stellwerk
Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Dortmund haben in den Sommerferien das Sleep In Stellwerk besucht, eine Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche am Körner Hellweg in Dortmund. Bei dem Besuch verschafften sich die Fraktionsmitglieder einen Eindruck von der täglichen Arbeit der Einrichtung und tauschten sich mit dem Team vor Ort aus.

Das Sleep In Stellwerk öffnet täglich seine Türen für Jugendliche im Alter von 14 bis einschließlich 17 Jahren – sonntags bis donnerstags von 19 bis 9 Uhr am nächsten Morgen, freitags und samstags von 19 bis 10 Uhr am nächsten Morgen. Die jungen Menschen finden hier eine Nacht lang einen sicheren Rückzugsort: mit einem eigenen Zimmer, warmem Essen, sanitären Anlagen und – auf Wunsch – Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung, etwa bei Kontakten zu Jugendämtern oder Arztpraxen.
Die Einrichtung versteht sich als freiwilliges, niederschwelliges Angebot für Selbstmelder*innen: Bis zu drei Nächte bleiben die Jugendlichen anonym, danach wird Kontakt zum zuständigen Jugendamt aufgenommen.
„Die Arbeit im Sleep In Stellwerk zeigt, wie wichtig niederschwellige Angebote für junge Menschen in Krisensituationen sind“, sagt Marthe Pflüger, Sprecherin im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie der SPD-Ratsfraktion. „Viele der Jugendlichen haben belastende Erfahrungen mit ihrer Familie oder in Einrichtungen gemacht. Umso wichtiger ist es, dass sie hier ohne große Hürden einen sicheren Ort für die Nacht finden.“
Das Team folgt dabei der Devise: „Jede Minute, die die Jugendlichen nicht auf der Straße verbringen, ist positiv.“ Finanziert wird das Angebot durch die Stadt Dortmund.