Salamanderpest breitet sich in Dortmund aus: Gefährlicher Hautpilz bedroht Feuersalamander

Warnschild des Umweltamtes zur Salamanderpest
© Stadt Dortmund

Ein fast unsichtbarer Feind bedroht derzeit die Feuersalamander in Dortmund: Die sogenannte „Salamanderpest“ führt bei infizierten Tieren zu schweren Hautverletzungen und meist innerhalb weniger Tage zum Tod. Das Umweltamt hat Tipps, wie Bürger*innen die Tiere schützen können. Warnschilder wurden bereits im Dellwiger Bachtal errichtet, weitere folgen.

Bei der Salamanderpest handelt es sich eigentlich um den Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal), der seit einigen Jahren auch im Ruhrgebiet nachgewiesen ist und sich in Dortmund weiter ausbreitet. Auch andere Amphibien wie Kammmolche sind bedroht. „Die Ausbreitung der Salamanderpest hat in den letzten Jahren leider zugenommen. In Dortmund hat sie bereits zu deutlichen Bestandsrückgängen geführt“, erklärt Sonja Terme vom Umweltamt der Stadt Dortmund. Bsal wurde in Dortmund erstmals 2019 bei zwei tot aufgefundenen Salamandern festgestellt.

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Emscher-Auen: Ausbau erreicht volle Kapazität

Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens Emscher-Auen
© Björn Hickmann/EGLV

Das Hochwasserrückhaltebecken in Mengede und Ickern verfügt nun über das gesamte Fassungsvolumen von 1,1 Millionen Kubikmetern – das entspricht dem Inhalt von sieben Millionen Badewannen

Die Emschergenossenschaft hat den Ausbau ihres größten Hochwasserrückhaltebeckens – die Emscher-Auen an der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel – weitestgehend fertiggestellt. Das gesamte Fassungsvolumen von 1,1 Millionen Kubikmetern steht nun zur Verfügung. Das bedeutet: Im Extremwetterfall kann der Inhalt von sieben Millionen Badewannen im Osten des Emscher-Gebietes zurückgehalten werden und damit die in Fließrichtung unterhalb liegenden Städte an der Emscher vor einer Hochwasserwelle schützen.

In einem Zwischenzustand befand sich das Hochwasserrückhaltebecken Emscher-Auen, als die Emschergenossenschaft die Anlage an der Stadtgrenze Castrop-Rauxel/Dortmund im Jahr 2013 in Betrieb nahm. „Zwischenzustand“ deswegen, weil die Emscher damals noch Abwasser führte und die insgesamt vier Einzelbecken zum Schutz vor dem Schmutz im Trockenwetterfall durch niedrige Dämme von der Emscher getrennt waren. „Nur“ 900.000 Kubikmeter betrug das Fassungsvolumen damals – dennoch war es seinerzeit bereits das größte Hochwasserrückhaltebecken der Emschergenossenschaft, größer sogar noch als der Phoenix See in Dortmund-Hörde (maximal 840.000 Kubikmeter).

Der erfolgreiche Abschluss des Emscher-Umbaus Ende 2021 mit dem Erreichen der Abwasserfreiheit in der gesamten Emscher ermöglichte den finalen Ausbau der Auen in DO-Mengede und CAS-Ickern. Denn seit bald vier Jahren ist die Emscher bereits ein sauberer Fluss und bot dadurch der Emschergenossenschaft die Möglichkeit, die Trenndämme zwischen den vier Becken zu entfernen, den geplanten Endzustand des Hochwasserrückhaltebeckens herzustellen und die Emscher zu renaturieren. „Die Arbeiten, die Anfang 2023 begannen, sind nun bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Rund 70 Millionen Euro haben wir an dieser Stelle in den Ausbau des Hochwasserschutzes investiert“, sagt Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft.

Verbesserung des Hochwasserschutzes inklusive Renaturierung der Emscher
Nach der Beseitigung der seit der Abwasserfreiheit nicht mehr erforderlichen Trenndämme bestehen die Emscher-Auen nun aus einem einzigen Becken mit einem Fassungsvolumen von 1,1 Millionen Kubikmeter. „Mit dem Ausbau des Hochwasserrückhaltebeckens ging auch die Renaturierung der Emscher innerhalb des Beckens einher – wir haben den Fluss, einst ein offener Schmutzwasserlauf, aus seinem ehemals schnurgeraden Betonkorsett befreit und ihm einen geschwungeneren Lauf geschenkt“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Innerhalb des Beckens wurde zudem eine Vogelinsel modelliert sowie diverse Vertiefungen in der Beckensohle angelegt – diese stehen künftig zur Förderung der Artenvielfalt für diverse Lebewesen permanent unter Wasser.

Der Hochwasserschutz ist seit Gründung der Emschergenossenschaft im Jahr 1899 eine ihrer wesentlichen Aufgaben. Bei der Umgestaltung der Emscher seit 1992 spielte der Hochwasserschutz eine gewichtige Rolle. Die dabei geschaffenen Rückhalteräume helfen mit, um die immer häufiger zu Tage tretenden Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Anders als noch 1991 geplant, entstanden im Zuge des Emscher-Umbaus letztlich bis heute anstatt 4,6 Millionen mehr als fünf Millionen Kubikmeter an zusätzlichem Retentionsraum zur Optimierung des Hochwasserschutzes im Emscher-Gebiet.

Wegebau beginnt im 1. Quartal 2026
Die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen der Emschergenossenschaft gehen darüber hinaus mit einer städtebaulichen Entwicklung der Quartiere entlang der Gewässer einher. Mit dieser Verzahnung von Wasserwirtschaft und Städtebau verfolgt die Emschergenossenschaft im Schulterschluss mit ihren Mitgliedskommunen eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung in der Region. Der Betrieb von Abwasserkanälen, Pumpwerken, Kläranlagen, Gewässern und Hochwasserschutzeinrichtungen bildet dabei den Dreh- und Angelpunkt der sozial-ökologischen Transformation im Ruhrgebiet.

Mit dem Generationenprojekt Emscher-Umbau sorgte Deutschlands erster Wasserwirtschaftsverband zwischen 1992 und 2021 dafür, dass die Abwässer nicht mehr über offene Schmutzwasserläufe, sondern durch unterirdische Kanäle zu den Kläranlagen gelangen. „Einst offene Schmutzwasserläufe weichen nach und nach blaugrünen Erlebensräumen, die erleb- und erfahrbar gemacht werden – im wahrsten Sinne“, sagt Uli Paetzel, „allein im Emscher-Gebiet entstanden gemeinsam mit den Kommunen mehr als 360 Kilometer an neuen Rad- und Fußwegen entlang unserer Flüsse und Bäche.“

Mit dem Wegebau im Nahbereich des Hochwasserrückhaltebeckens Emscher-Auen soll im 1. Quartal 2026 begonnen werden, sodass mit einer Fertigstellung voraussichtlich im Sommer 2026 zu rechnen ist. Teilweise parallel zu diesen Arbeiten wird dann auch die Renaturierung des Heimanngrabens durchgeführt – dessen Fertigstellung ist für Herbst 2026 geplant.

Hintergrund-Information: Lage des Beckens im Osten der Emscher
Die Emscher-Auen umfassen eine Fläche von 33 Hektar. Das entspricht der Größe von 46 Fußballfeldern. In Dortmund und Castrop-Rauxel gelegen, also im Osten der Emscher-Region, erzielt das Becken auch im Westen einen erheblichen Effekt. Denn das Prinzip dabei ist: Was in Quellnähe an Wasser zurückgehalten werden kann, kommt erst gar nicht an der Mündung an – kann dort also nicht für Überflutungen sorgen. Zur Entlastung des Hochwasserrückhaltebeckens Emscher-Auen baute die Emschergenossenschaft darüber hinaus nur wenige Kilometer weiter östlich das Hochwasserrückhaltebecken Dortmund-Ellinghausen: Es besteht aus mehreren Beckenteilen, die auf beiden Seiten der Ellinghauser Straße gelegen knapp 530.000 Kubikmeter Fassungsvolumen bieten. Die offizielle Inbetriebnahme dieser Anlagen war im Sommer 2024.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen.

www.eglv.de

Geschickt und sicher im Straßenverkehr – Das sind die Meister*innen auf dem Fahrrad 2025

Große Beteiligung – Kinder nehmen Preise im Rathaus entgegen

Moderator Friedhelm Susok führte mit viel Witz und guter Laune durch den Nachmittag.
© Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Wer ist Meisterin oder Meister auf dem Fahrrad 2025? Jetzt steht der Gewinner fest. Gefeiert wurde im Rathaus – mit Bürgermeister, ADFC, Polizei und einem wortgewandten Moderator.

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Die uzwei bietet Beats, Bands und kreative Workshops zur „nachtfrequenz“

Bei der uzwei im Dortmunder U können sich Jugendliche an den Turntables als DJ ausprobieren.
© Mio-Wah Lok

Die „nachtfrequenz“ in Dortmund: Bei der uzwei im Dortmunder U zum Beispiel laufen am Samstag, 27. September, ab 17 Uhr Workshops zum Songwriting, Linoldruck und DJing. Dazu gibt es Musik, Tattoos und Fotoaktionen.

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Blasorchester „Brass & Wind“ spielt Herbstkonzert im Orchesterzentrum

Das Orchester „Brass und Wind“ von Dortmund Musik.
© DASA

Am Sonntag, den 28. September, lädt das Orchester „Brass & Wind“ von DORTMUND.MUSIK um 17 Uhr zum Herbstkonzert in das Orchesterzentrum ein.

Beim Herbstkonzert von „Brass & Wind“ unter der Leitung von Kyung-min Han werden Film- und Folkmusik, Musical, Jazz und Disco-Pop-Latin-Melodien gespielt.

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Müll aufsammeln mit den „Pottpickern“ im Westfalenpark

Mit den Pottpickern Müll aufsammeln im Westfalenpark
© Philine Fischer / Westfalenpark

Unter dem Motto „Nicht mein Müll, aber mein Park“ können Parkbesucher*innen im Westfalenpark mit Müllgreifern, den „Pottpickern“, mithelfen, Abfall aufzusammeln und für einen sauberen Park sorgen. Erfunden hat den „Pottpicker“ ein Dortmunder Familienvater.

Herumfliegender Abfall stört den Spaziergang und nervt auf dem Spielplatz – auch im Westfalenpark. Deshalb gibt es nun „Pottpicker“ im Park, mit denen alle Parkbesucher*innen unkompliziert mithelfen können, verstreuten Abfall in Mülleimer zu befördern.

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Natur-Erlebnis-Rucksäcke im Umweltamt oder in der Bibliothek ausleihen

Ein Natur-Erlebnis-Rucksack entspricht in etwa der Größe eines mittelgroßen Tramper-Rucksacks. Es stehen genug davon zur Verfügung.
© Stadt Dortmund / Laura Friedrich

Wer erkennt die Tierspuren am Bach? Wo wohnt der Tausendfüßler? Wer oder was ist der Waldmeister? Auf einer Entdeckertour durch die Dortmunder Natur, ausgestattet mit einem Natur-Erlebnis-Rucksack des Umweltamtes, lässt sich das herausfinden.

Das Umweltamt der Stadt Dortmund verleiht Natur-Erlebnis-Rucksäcke für Kinder kostenfrei. Interessierte können sich den Rucksack entweder im Umweltamt oder in der „Bibliothek der Dinge“ der Stadt- und Landesbibliothek für vier Wochen ausleihen. Er eignet sich für eine Gruppe von bis zu zehn Kindern unterschiedlichen Alters. Vielleicht eine Idee für einen etwas anderen Kindergeburtstag oder für die Herbstferien?

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25 Jahre Dortmunder DEW21 Museumsnacht – Dortmund feierte eine Nacht der Superlative

DEW21 Museumsnacht 2025: Tausende feierten Feuerwerk und Kamrad auf dem Friedensplatz.
© Stephan Schütze

Die 25. Ausgabe der DEW21 Museumsnacht war ein großer Erfolg:  Tausende besuchten die über 500 Veranstaltungen. Einige der 40 Spielorte meldeten sogar Besuchsrekorde. Und auch beim Musikfeuerwerk und Konzert von KAMRAD feierte der Friedensplatz friedlich.

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Weitere Teilnehmende für CO₂-Rechner-Studie in Dortmund gesucht

Kostenfreier Workshop in der VHS

Jede*r Einzelne kann Beiträge zum Klimaschutz leisten. Aber was ist wirklich wirksam? Viele Menschen sind überrascht, welchen immensen Effekt schon vermeintlich kleine Maßnahmen haben können. Für ein Forschungsprojekt sucht die Stadt Dortmunder*innen, die es ausprobieren möchten und lädt zum kostenfreien Workshop.

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Auftakt zur Beteiligung: Stadt informierte zum geplanten Neubau eines Lebensmittelmarktes mit Wohnhäusern an der Kaiserstraße

Über den geplanten Neubau eines Lebensmittelmarktes und zusätzlicher Wohnhäuser an der Kaiserstraße zwischen Lentstraße und Steinmetzstraße haben sich etwa 30 Anwohner*innen in der Aula am Ostwall informiert. Jetzt kann man sich schriftlich beteiligen.

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